Nico Hülkenberg - Renault - GP Österreich - Spielberg - Formel 1 - Donnerstag - 6.7.2017 sutton-images.com
Sebastian Vettel - Ferrari - GP Österreich 2017 - Spielberg - Formel 1 - Donnerstag - 6.7.2017
Mercedes - GP Österreich 2017 - Spielberg - Formel 1 - Donnerstag - 6.7.2017
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Hülkenbergs Tag auf der Tribüne

Die komischen Töne des Honda-Motors

Nico Hülkenberg blickt nach vorne. Der Grand Prix in Baku brachte ihm eine Nullrunde, interessante Einsichten und einen Nachmittag auf der Tribüne ein. Wo er interessante Sachen sah.

Der Grand Prix von Aserbaidschan verteilte viele Geschenke. Für Bottas trotz Unfall in der ersten Runde einen zweiten Platz. Für Lance Stroll das erste Podium. Für Fernando Alonso die ersten WM-Punkte dieser Saison. Nico Hülkenberg ging leer aus. Er traf eine Mauer. Viele sprachen davon, dass Hülkenberg damit möglicherweise ein Podium verschenkt hat. Der Renault-Pilot winkt ab: „Ich hätte Siebter werden können. Bei einem der Re-Starts bin ich trotz Windschatten nicht mal an Stroll vorbeigekommen. Die hätten uns am Ende alle auf der Geraden geschluckt.“

Der Ausfall brachte Hülkenberg immerhin interessante Einblicke. Weil es während des Grand Prix in Baku unmöglich ist zu den Boxen zurückzulaufen und ihn auch kein Mopedfahrer mitnehmen wollte, beschloss Hülkenberg sich auf die Tribüne in den Kurven 10 und 11 zu setzen und sich das Rennen aus der Zuschauerperspektive anzuschauen. Erste Überraschung: „Auf der anderen Seite der Strecke saß Kvyat. Er kam auch nicht weg.“

Honda hat den lautesten und leisesten Motor

Während der letzten 20 Runden hatte Hülkenberg genug Gelegenheit, die Autos seiner Gegner zu beobachten. „Mercedes, Ferrari und auch Red Bull fahren in einer Klasse.“ Auch der McLaren macht in den Kurven eine gute Figur. Aber nur optisch. Der Honda-Motor ist kein Ohrenschmaus, und Hülkenberg fragte sich, wie Alonso und Vandoorne überhaupt einigermaßen ungeschoren durch diese Passage kamen.

Fernando Alonso - McLaren-Honda - Formel 1 - GP Aseerbaidschan 2017 - Training - Freitag - 23.6.2017
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Im Teillastbereich ist der Honda-V6 laut Nico Hülkenberg am lautesten.

Akustisch sticht der Honda V6-Turbo aus allen anderen Motoren heraus. „Im Teillastbereich in den langsamen Kurven ist er mit Abstand der lauteste Motor. Er brabbelt und knattert wie ein Lkw. Du wunderst dich, dass er überhaupt ein Rennen übersteht. Wenn die Fahrer dann aufs Gas gehen, wird der Motor plötzlich leise. Du hörst ihn fast nicht mehr.“

Hülkenbergs geübtes Auge stellte auch fest, dass der Grip sich im Lauf des Rennens nicht erhöhte: „Normalerweise wird er immer besser, je mehr Gummi auf die Fahrbahn kommt. Aber mit diesen harten Reifen wird kaum noch Gummi auf die Strecke gelegt.“ Die harten Reifen treiben den langen Rheinländer um. „Eigentlich brauchen wir Ultra-ultrasoft. Bei den Re-Starts fährst du in der ersten Runde wie im Regen, so stark kühlen die Reifen aus, wenn du sie nicht im Renntempo belasten kannst.“

Wie ein Porsche gegen ein Fahrrad

Es ist ein Kunststück, die Reifen hinter dem Safety Car auf Temperatur zu halten. Speziell auf einem Kurs in Baku, wo es wegen des Layouts für Safety Car-Fahrer Bernd Mayländer schwierig ist, schnell zu fahren. „Ich weiß, dass Bernd am Limit fährt und dass ihm auf einer Strecke wie Baku die Hände gebunden sind. Aber aus Sicht eines Formel 1 ist das ungefähr so, als würde ein Porsche gegen ein Fahrrad antreten.“

In Baku fielen die Temperaturen hinter dem Safety Car teilweise auf 80 Grad. Um ordentlich Haftung zu entwickeln, müssen sie auf über 100 Grad aufgeheizt werden. „Es ist richtig anstrengend, die Reifen hinter dem Safety Car einigermaßen warum zu halten. Fast schwieriger als mit vollem Rennspeed zu fahren. Ich hatte alle Hände voll zu tun, habe dauernd gebremst, beschleunigt und rumgewedelt. Dabei musst du immer schauen, dass du nicht abfliegst oder andere triffst.“

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