Nico Hülkenberg - GP Kanada 2017 xpb
Nico Hülkenberg - Renault - Formel 1 - GP Kanada - Montreal - 9. Juni 2017
Felipe Massa - Williams - Formel 1 - GP Kanada - Montreal - 9. Juni 2017
Lance Stroll - Williams - Formel 1 - GP Kanada - Montreal - 9. Juni 2017
Valtteri Bottas - Mercedes - Formel 1 - GP Kanada - Montreal - 9. Juni 2017 84 Bilder

Hülkenberg kämpft mit Grip und Wind

Das erwartet schwere Wochenende

Nico Hülkenberg reiste ohne große Erwartungen nach Kanada. Der erste Trainingstag schien die Befürchtungen zu bestätigen. Der Renault steht mit dem Highspeed-Kurs und den Bedingungen auf Kriegsfuß.

Normalerweise lässt sich die schlechte Laune nach einem schwierigen Trainingstag bei Nico Hülkenberg am Gesicht ablesen. Doch nach den beiden Sitzungen am Freitag (9.6.2017) in Montreal zeigte sich der Rheinländer trotz 1,6 Sekunden Rückstand und den Plätzen 15 und 12 nur wenig beeindruckt.

Kanada schmeckt dem Renault nicht

Das Ergebnis kam nicht unerwartet: „Das ist eine der härtesten Strecken für uns. Es sieht so aus, als wird es für uns schwer, dieses Wochenende in die Top Ten zu kommen“, erklärte der Pilot. Das PS-Defizit gegenüber den Mercedes- und Ferrari-Kundenteams macht sich auf den langen Geraden bemerkbar. Dazu kommt die Schwäche des Renaults in engen Kurven. Beim zu starken Einlenken wird die Aerodynamik gestört.

Und am Freitag kam auch noch eine steife Brise dazu, auf die das gelbe Auto allergisch reagiert. Warum das so ist, konnte Hülkenberg allerdings auch nicht erklären: „Es ist einfach so, dass manche Autos sensibler auf den Wind reagieren. Wenn Böen von hinten oder der Seite kommen, dann wird die Aerodynamik so gestört, dass das Auto instabil wird. Und es ist so unvorhersehbar, dass man sich nicht drauf einstellen kann.“

Hülkenberg mit Dreher und Mauerkuss

Als wäre das alleine nicht schon schlimm genug, kam auch noch ein extrem niedriges Grip-Niveau dazu: „Neben der Ideallinie hat es sich angefühlt, als fahre man auf einer nassen Strecke“, berichtet der Pilot mit einem Kopfschütteln. „Das hat sich echt schlimm angefühlt. Die Strecke war dreckig, aber das ist sie jedes Jahr. Es liegt wohl auch an den Reifen. Sie sind relativ hart und bis sie auf Temperatur kommen, braucht es ein paar Runden. Deshalb war der Grip so schlecht.“

Die Auswirkungen der schwierigen Bedingungen konnte man leicht erkennen. Hülkenberg hatte viel zu tun am Lenkrad. In der Früh leistete er sich sogar einen Dreher. Am Nachmittag touchierte er leicht die Bande, allerdings ohne das Auto zu beschädigen. „Das war also genau perfekt“, kommentierte der Blondschopf mit einem Grinsen.

Reifen zu hart für Hülkenberg

Wenn es wie erwartet nicht für einen Startplatz in den Top Ten reicht, sind die Chancen für Punkte im Rennen schlecht. Mit der Renault-Power ist Überholen schwierig. Und auch über die Strategie scheint nicht viel möglich. „Ich rechne mit nur einem Stopp. Vor allem wenn noch mehr Gummi auf die Strecke kommt und der nicht vom Regen weggespült wird.“

Hülkenberg kritisierte die Reifen, die tendenziell eine Spur zu haltbar sind: „Es ist interessant, wie viele Einstopp-Rennen wir dieses Jahr erlebt haben. Vor allem mit den Ultrasoft-Reifen. Das zeigt, dass die Reifen zu hart sind und wir da was ändern müssen.“ Der Routinier nahm Pirelli aber auch in Schutz: „Wir stehen immer im Dialog mit ihnen. Für Silverstone wurde der harte Reifen ja auch schon abgeschafft. Man muss Verständnis haben: Sie konnten die Reifen letztes Jahr nicht richtig testen und wollten auf Nummer sicher gehen.“

Motorsport Aktuell Jean-Pierre Jabouille & Alain Prost - Renault - Formel 1 - GP Monaco - 26. Mai 2017 Fotos GP Monaco 2017 Renault-Spektakel am freien Freitag

Renault feierte am Freitag in Monaco 40 Jahre in der Formel 1. Zum...

Mehr zum Thema Nico Hülkenberg
Esteban Ocon - Renault - F1 2019
Aktuell
Nico Hülkenberg - GP Singapur 2018
Aktuell
Nico Hülkenberg - GP Belgien 2018
Aktuell