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Nico Hülkenberg
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Hülkenbergs erste Simulator-Runden

„Die neuen Autos sind brutal schnell“

Nico Hülkenberg weiß bereits, wie sich die 2017er Autos anfühlen. Er fährt sie regelmäßig im Simulator. Der neue Renault-Pilot zeigte sich erstaunt über den großen Fortschritt. Dementsprechend muss auch das Training intensiviert werden.

Die neue Formel 1 wirft ihre Schatten voraus. Noch steht keines der 2017er Autos auf den Rädern, doch die Fahrer wissen schon was auf sie zukommt. Virtuell drehen die Mercedes, Ferrari, Red Bull und Renault, Jahrgang 2017, längst ihre Runden. Auch Nico Hülkenberg war schon im Simulator. Und der neue Renault-Pilot erzählt: „Die neuen Autos fühlen sich brutal schnell an.“

Die Ingenieure rechnen mit 20 bis 30 Prozent mehr Abtrieb. Das wird die Rundenzeiten je nach Rennstrecke zwischen 2 und 4 Sekunden drücken. Manche reden sogar von bis zu 5 Sekunden. Ganz besonders werden die Fahrer den Fortschritt auf Strecken wie Barcelona, Silverstone, Spa und Suzuka spüren. Dort, wo es viele schnelle Kurven gibt.

Später bremsen, größerer DRS-Effekt

Das Koordinatensystem verschiebt sich. Was früher fast voll war, geht jetzt ohne große Schwierigkeiten mit Vollgas. Mittelschnelle Ecken werden zu neuen Mut-Kurven. Eine Barcelona-Runde fühlt sich laut Hülkenberg wie ein Video-Spiel an, das zu schnell abläuft. „Die Kurven 3 und 9 gehen absolut voll. Das hat früher höchstens der Red Bull oder der Mercedes geschafft.“

auto motor und sport durfte im Force India-Simulator schon mal eine Barcelona-Runde mit dem 2017er Auto beobachten. „Du siehst es ohne auf die Rundenzeiten zu schauen, dass die Autos schneller geworden sind“, erzählt Technikchef Andy Green. „Nicht nur in den Kurven. Die Bremswege sind noch kürzer. Weil die Autos am Ende der Geraden langsamer ankommen und mit mehr Abtrieb und breiteren Reifen besser verzögern.“

Das lässt befürchten, dass das Überholen schwieriger wird. Hülkenberg beruhigt: „Der DRS-Effekt ist deutlich stärker ausgeprägt als bei den 2016er Autos.“ Der WM-Neunte schränkt aber auch ein: „In Monte Carlo wirst du jetzt gar nicht mehr überholen können. Du fährst mit den breiten Autos einfach mitten in der Straße, und das war‘s.“

Spezial-Training im Süden

Nico Hülkenberg flog in der vierten Januar-Woche in den Süden. „Ich wollte irgendwo hin, wo es warm ist, und wo ich optimal trainieren kann.“ Der lange Rheinländer hat sein Training im Vergleich zur Vergangenheit deutlich intensiviert. Weil er weiß, was auf ihn zukommt. „Ich würde sagen, dass ich 20 bis 30 Prozent mehr mache.“

Und wie sieht das aus? „Ich habe diesmal schon vor Weihnachten mit dem Training begonnen, und es gleich nach Neujahr wieder aufgenommen. Mein Trainer und ich haben in Viertages-Einheiten richtig rangeklotzt. Zwei Stunden am Vormittag, zwei Stunden am Nachmittag. Dazu spezielles Training für den Nacken. Ich kann allen versprechen: Das wird wieder echt hart im Auto.“

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