Nico Hülkenberg - Renault - F1-Test - Barcelona - 2019 Renault

Hülk zieht positive Zwischenbilanz

"Verdammt eng im Mittelfeld"

Im Mittelfeld der Formel 1 geht es wieder extrem eng zu. Renault bläst der Wind stark ins Gesicht. Nico Hülkenberg rechnet mit einem spannenden Rennen um Platz 4. Prinzipiell ist der Deutsche mit seinem neuen Auto aber zufrieden.

Nico Hülkenberg wirkt entspannt. Am Abend des dritten Testtages zieht der Deutsche eine positive Zwischenbilanz. Sein Renault R.S.19 macht, was man sich von dem Auto erwartet hat. „Ich habe ein gutes Gefühl mit dem Auto. Wir haben es geschafft, den Abtrieb zurückzuholen, den wir mit den neuen Regeln eigentlich verlieren sollten. Das Auto fühlt sich eigentlich so an wie das im Vorjahr. Als hätte jemand die Copy & paste-Taste gedrückt.“

Dem Kompliment folgt eine Einschränkung. „Die Instabilität im Heck schleppen wir weiter mit. Irgendwie steckt das in dem Auto drin. Bei allen Anstrengungen, Abtrieb zurückzuholen, haben wir es nicht auch noch geschafft, dieses Problem zu lösen. Da müssen wir noch ran.“

Die Rundenzeiten spiegeln das gute Gefühl nicht wider, aber das hat einen Grund. „Ich bin an den ersten drei Tagen kein einziges Mal mit offenem DRS gefahren. Es hat erst ab Mittwochnachmittag bei Daniel funktioniert. Da kannst du bei mir locker noch mal acht Zehntel abziehen.“

Nico Hülkenberg - Renault - Barcelona - F1-Test - 20. Februar 2019
Stefan Baldauf
Der R.S.19 präsentiert sich gut in Form. Doch die Konkurrenz ist auch stark.

Neuer Renault-Motor mit deutlich mehr Power

Der neue Motor hat laut Hülkenberg deutlich mehr Leistung. Dabei ist er noch gar nicht komplett. In der zweiten Testwoche treffen die letzten Komponenten der 2019er Antriebseinheit ein. „Es ist dieses Jahr schwierig, mehr Leistung zu spüren, weil wir mit den riesigen Heckflügeln einen Bremsfallschirm aufgespannt haben. Unter dem Strich fühlt sich das wie früher an“, erklärt Hülkenberg.

Der Zuwachs an Power kam nicht ohne Kompromisse an anderen Stellen. „Auf der Geraden schaltet die MGU-K noch zu früh ab. Aber wir sind schon dabei, eine Lösung dafür zu finden.“ Hülkenberg erwartet ein enges Rennen im Mittelfeld, vor allem mit Alfa Romeo und Haas: „Es ist wieder brutal ausgeglichen. Wir sind bei der Musik aber keineswegs komfortabel Vierter.“

Das Ergebnis von Barcelona kann in Melbourne schon wieder auf den Kopf gestellt werden, warnt der Renault-Pilot: „Nach acht Testtagen haben alle ein Auto, das perfekt für Barcelona funktioniert. Das muss für Melbourne gar nichts heißen. Wir kommen von der glattesten auf die rumpligste Strecke mit total anderen Kurven. Da geht die Abstimmungsarbeit wieder von vorne los.“

Renault R.S.19: Hülekenbergs neuer Dienstwagen

Renault R.S19 - F1-Auto - Saison 2019
Renault R.S19 - F1-Auto - Saison 2019 Renault R.S19 - F1-Auto - Saison 2019 Renault R.S19 - F1-Auto - Saison 2019 Renault R.S19 - F1-Auto - Saison 2019 23 Bilder

Identische Aussagen zum Auto

Sein neuer Teamkollege Daniel Ricciardo sollte Renault mit Informationen aus dem Red Bull-Lager auf die Sprünge helfen. Doch da kam weniger als erwartet, meint Hülkenberg. An viele Details kann sich der Australier nicht mehr erinnern. „Wir wissen, wo Red Bull schneller ist, aber wir wüssten gerne warum“, grinst Hülkenberg. Die Fahreindrücke sind bei beiden Renault-Piloten identisch. „Daniel erzählt über unser neues Auto das gleiche wie ich. Er weiß natürlich, wo sich der Red Bull besser anfühlt.“

Wie weit das Verfolgerfeld von der Spitze weg ist, kann Hülkenberg noch nicht sagen. „Darum habe ich mich ehrlich gesagt noch gar nicht gekümmert. Wir müssen erst einmal unser Programm durchziehen und unser Auto optimieren.“ Renault hat den Fahrern für die zweite Testwoche nicht nur mehr Power versprochen sondern auch ein Aerodynamik-Upgrade. Unter anderem am Frontflügel soll sich etwas tun.

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