Idee von Gene Haas für die Formel 1

„Oktoberfest mit Autorennen“

Gene Haas - Formel 1 - 2017 Foto: xpb 37 Bilder

HaasF1 geht 2017 in seine zweite Formel 1-Saison. Der US-Rennstall des CNC-Maschinenkönigs Gene Haas ist in der Szene bereits voll etabliert. Der Chef schwärmt über die Königsklasse und hat kein Problem damit, dass nur die Besten überleben.

Vier Stunden vor dem ersten Grand Prix des Jahres. Gene Haas sitzt entspannt vor dem Pavillon seines Teams im Fahrerlager von Melbourne und philosophiert über sein Team und die Formel 1. Der 64-jährige Amerikaner fühlt sich wohl in der neuen Welt, die so anders ist als das, was er nebenher noch macht. Haas setzt in der Nascar-Serie 4 Autos ein.

Nascar ist der Gegenentwurf zur Formel 1. Die US-Serie ist viel mehr reglementiert als die Königsklasse. Wer zu schnell ist, wird eingebremst. Ziel ist eine möglichst große Chancengleichheit. Etwas, das auch die neuen Formel 1-Chefs anstreben. Haas weiß nicht, ob er sich damit anfreunden kann: „Die Formel 1 ist ein brutaler Sport. Einer der wenigen, in dem man noch unlimitiert entwickeln kann. Fahrer, Ingenieure und Teams stehen im Wettbewerb. Alle machen ihr eigenes Ding mit eigenen Autos. Ich mag das.“

Mit einem anderen Ziel seiner Landsleute sympathisiert der Milliardär. Chase Carey und seine Mannschaft will aus jedem Rennen einen Superbowl machen. „Es muss ja nicht gleich ein Superbowl sein. Aber ich finde schon, dass ein Grand Prix-Wochenende aus mehr als nur Autorennen bestehen sollte. Es soll ein Festival für die ganze Familie sein. Eine Art Oktoberfest mit Rennen drum herum.“

HaasF1 will ein kleines Team bleiben

HaasF1 ist mit rund 200 Angestellten das kleinste Team der Formel 1. Das ist nur möglich, weil die Amerikaner 70 Prozent des Autos bei Ferrari einkaufen. Da Chassis und Aerodynamik in Eigenregie entstehen, hat der HaasF1 VF-17 trotzdem sein eigenes Gesicht. Gene Haas will die schlanke Struktur behalten: „Wir wollen nicht zu groß werden. Größe bedeutet Bürokratie.“

Der Rennstall des CNC-Maschinenkönigs aus Ohio wird auch nicht jedes Rennen ein Upgrade ans Auto bringen. „Wir werden es wie letztes Jahr halten. Lieber ein großes Paket als jedes Rennen etwas kleines. Wenn du jedes halbe Prozent aus dem Windkanal gleich ans Auto bringst, weißt du am Ende nicht, ob es wirklich etwas gebracht hat.“

Der Survival-Trip um die Plätze 7 bis 10

Das Ziel für die zweite Saison ist klar abgesteckt: „Wir wollen am vorderen Ende des Mittelfelds landen und regelmäßig punkten. Realistisch sind die ersten 6 Plätze mit Ferrari, Mercedes und Red Bull besetzt. Dahinter wird es schon eng auf den Plätzen 7 bis 10. Das wird ein Survival-Trip für alle, die sich um diese Punkte bewerben.“

Das Mittelfeld ist so eng gestaffelt wie schon lange nicht mehr. „Zwei Sekunden hinter der Spitze liegen 5 Teams innerhalb einer halben Sekunde.“ Da braucht es auch gute Fahrer. Haas ist zufrieden mit Romain Grosjean und Kevin Magnussen: „Kevin hat ein paar Fehler gemacht, weil er zu viel wollte. Er wird Romain Druck machen. Das braucht er.“

Der neue VF-17 ist ein guter Wurf. „Ein Auto ohne Schwächen mit einem sehr starken Motor.“ Haas macht sein Urteil auch an einer weiteren Beobachtung fest: „Grosjean hat sich in Melbourne weniger über das Auto beklagt als sonst. Das ist ein gutes Zeichen.“

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