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Red Bull Bremse Formel 1 2012 Piola
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Red Bull erneut im FIA-Visier

Red Bull muss Bremsbelüftung umbauen

Nach den Löchern im Unterboden hat die FIA ein weiteres illegales Detail am Red Bull entdeckt. Vor dem GP Kanada mussten die Bremsbelüftungen umgebaut werden. In unserem exklusiven Technik-Video zeigen wir Ihnen, worum es genau geht.

Für Red Bull kommt es knüppeldick. Nach den Löchern im Boden mussten nun auch Löcher im Belüftungssystem der vorderen Bremsen verschwinden. Erst eine Woche vor dem GP Kanada hatte die FIA entschieden, dass die Löcher im Unterboden vor den Hinterrädern, so wie sie Red Bull interpretierte, illegal sind.

Die Titelverteidiger hätten das Problem einfach aus der Welt schaffen können. Hätten sie von dem Loch bis zur Außenkante des Bodens einen feinen Schlitz gezogen, wären sie wie Sauber und Ferrari im grünen Bereich gewesen. Weil das Loch dann per Definition ein Schlitz ist. Red Bull zog es vor, die Löcher in Montreal einfach zu schließen.

Red Bull missbraucht Bremsbelüftung

Der Fall mit den vorderen Bremsbelüftungen ist noch komplizierter. Die Belüftungsschächte werden von allen Ingenieuren auch als aerodynamisches Hilfsmittel missbraucht. Überall wachsen Flügel und Leitbleche aus den Belüftungsschächten. Das toleriert die FIA.

Doch Red Bull ging einen Schritt zu weit. Man hat die Luftführung im Inneren des Systems als aerodynamisches Hilfsmittel zweckentfremdet. Laut Reglement ist die Luft, die in die Kühlschächte eindringt, ausschließlich zur Kühlung der Scheiben und der Bremssättel bestimmt.

Red Bull zweigte einen Teil der Kühlluft dafür ab, die Aerodynamik rund um die Vorderräder zu verbessern. Sie wurde über zwei Kanäle zum einen direkt in die Felgenlöcher und zum anderen in die Radnabe geführt. Das interpretieren die Regelhüter als bewegliches aerodynamische Hilfsmittel.

FIA ordnet Umbau der Luftführung an

Red Bull behauptete, die Anordnung solle die Radlager kühlen. Außerdem gäbe es für Bremsbelüftungen eine Ausnahmeregelung. Sie fallen nicht unter bewegliche aerodynamische Hilfsmittel. Damit konnten Adrian Newey und seine Ingenieure beim Verband aber nicht punkten.

Die abgezweigte Luft zielt weit am verlautbarten Bestimmungsort vorbei. Eine Stimme von der FIA: "Da wird alles gekühlt, nur nicht die Radlager." Wie sich herausstellte, fuhr Red Bull bereits seit Saisonbeginn mit dieser Anordnung. Den FIA-Kommissaren reichte es, dass Red Bull für das Rennen in Montreal die innovative Bremskühlung umbaute. Mit Bolzen wurden die Zuleitungen im inneren der Bremse einfach verstopft.

In unserem exklusiven Technik-Video zeigen wir Ihnen genau, wie der Trick funktioniert. Die Erläuterungen zu den einzelnen Details haben wir in der Bildergalerie.

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