Ergebnis In-Season Test Barcelona (Tag 2)

Mazepin-Bestzeit bei Mercedes-Debüt

Nikita Mazepin - Barcelona F1-Test - 2019 Foto: xpb 43 Bilder

Die Barcelona-Testwoche ging am Mittwoch (15.5.2019) in ihre finale Runde. Es war die letzte Chance für die Ingenieure während dieser Saison Daten mit den aktuellen Autos zu sammeln. Die Bestzeit sicherte sich Nachwuchspilot Nikita Mazepin im Mercedes.

Die Bewohner von Barcelona konnten sich über den Mangel an Formel-1-Action in den vergangenen Monaten nicht beklagen. Nach Wintertests und Grand-Prix-Wochenende war der Mittwoch bereits der 13. Tag in diesem Jahr, an dem die Grand-Prix-Strecke für die Königsklasse reserviert war. Und da sind die vielen individuellen Filmtage der einzelnen Teams noch gar nicht mit eingerechnet.

In den letzten acht Teststunden innerhalb dieser Saison bekamen die Ingenieure und die Piloten noch einmal die Möglichkeit, wichtige Daten zu sammeln, die bei der Weiterentwicklung der Autos im Rest des Jahres helfen sollen. Wie vom Reglement vorgesehen, waren zum großen Test-Finale auch wieder einige Junior-Piloten mit von der Partie.

Russell verliert Junior-Status

So durfte bei Mercedes überraschend der russische Formel-2-Pilot Nikita Mazepin ans Steuer. In Bahrain vor anderthalb Monaten saß noch Williams-Pilot George Russell im Silberpfeil-Cockpit. Doch der britische Rookie hat inzwischen fünf Grands Prix auf dem Buckel und erfüllt daher die FIA-Vorgaben für einen offiziellen Junior-Fahrer nicht mehr.

Für Mazepin war es der erste Einsatz in einem aktuellen F1-Renner von Mercedes. In einem zwei Jahre alten Modell hat der 20-Jährige dagegen schon jede Menge Kilometer abgespult. Dank der großzügigen Förderung seines reichen Vaters Dmitry Mazepin wurde für den Sohnemann ein eigenes Mercedes-Entwicklungsprogramm auf verschiedenen Rennstrecken dieser Welt aufgelegt.

Ob es am Ende eher am Talent des Youngsters oder an der überlegenen Pace des Autos lag, wissen wir nicht. Auf jeden Fall fuhr Mazepin beim ersten öffentlchen Auftritt im Silberpfeil direkt die schnellste Runde des Tages. Seine Bestzeit in 1:15.775 Min. kurz vor Ende der Session auf den ganze weichen C5-Reifen lag nur zweieinhalb Zehntel über der schnellsten Runde von Stammkraft Valtteri Bottas am Vortag.

Mercedes und Ferrari kugelsicher

Der Blondschopf war nicht nur schnell sondern auch noch fleißig. Mazepin drehte 128 Runden auf dem 4,655 Kilometer langen Asphaltband. Damit war er auch noch der Kilometerkönig des Tages. Rang zwei belegte Toro Rosso-Rookie Alexander Albon auf den zweitweichsten C4.Reifen. Der Thailänder kam zwar mit 107 Runden in den dreistelligen Bereich, sorgte mit einem unplanmäßigen Stopp ein paar Minuten vor dem Ende aber auch für die letzte rote Flagge des Tages.

Bei Ferrari durfte ebenfalls ein frisches Gesicht ans Steuer. Der Italiener Antonio Fuoco aus dem Scuderia-Junior-Programm bekam nach 2016 die zweite Chance, sich in einem aktuellen F1-Renner zu beweisen. Zunächst standen für das Talent erst einmal Aero-Tests auf dem Programm. Dann steigerte Fuoco sein Tempo stetig. Am Ende fuhr er auf dem C4-Reifen 1,5 Sekunden hinter Mazepin die drittschnellste Runde.

Antonio Fuoco - Ferrari - Formel 1 - Test - Barcelona - 15. Mai 2019 Foto: xpb
Fuoco begann den Tag mit Sensoren am Frontflügel.

Etwas außer Konkurrenz rollte der zweite Ferrari von Charles Lecler mit. Der Monegasse musste wie Sebastian Vettel am Vortag für Pirelli-Testarbeit mit den Protoypen-Reifen für 2020 absolvieren. Welche Mischung der Scuderia-Neuling bei seiner viertbesten Zeit aufgeschnallt hatte, lässt sich leider nicht sagen. Mit 120 Runden für Fuoco und 127 Runden für Leclerc zeigte sich der SF90 sehr zuverlässig.

Technik-Probleme bei Red Bull und McLaren

Die Strecke gehörte am Mittwoch nicht nur der Jugend. Altmeister Kimi Räikkönen fuhr im Alfa Romeo immerhin die viertschnellste Runde. Die Mechaniker hatten das Auto komplett neu aufbauen müssen, nachdem Testfahrer Callum Illot den C38 am Vortag nachhaltig in die Bande gefeuert hatte.

Nicht optimal lief es für Red Bull-Junior Daniel Ticktum. Nach einem technischen Problem im Antriebsstrang rollte der Brite kurz vor der Mittagspause in Kurve 10 aus. Erst am späteren Nachmittag zeigte sich der RB15 wieder auf der Strecke. Insgesamt kam Ticktum nur auf 79 Runden. Die beste davon reichte gerade einmal für Rang 10 im Klassement.

Noch schlechter lief der Tag nur für Sergio Sette Camara. Der Brasilianer, der den McLaren erst nach der Pause von Oliver Turvey übernahm, blieb schon nach nur 19 Runden auf der Strecke stehen und musste die Session damit vorzeitig beenden. In der Galerie zeigen wir noch ein paar Bilder vom Geschehen am letzten Testtag.

In-Season Test Barcelona 2019 - Tag 2

Fahrer

Team

Zeit

Runden

Reifen

1. Nikita Mazepin

Mercedes

1:15.775

128

C5

2. Alexander Albon

Toro Rosso

+ 1.304

110

C4

3. Antonio Fuoco

Ferrari

+ 1.509

120

C4

4. Charles Leclerc

Ferrari

+ 1.574

127

2020

5. Kimi Räikkönen

Alfa Romeo

+ 1.618

110

C5

6. Jack Aitken

Renault

+ 1.846

75

C4

7. Kevin Magnussen

Haas

+ 2.326

106

C3

8. Nick Yelloly

Racing Point

+ 2.437

83

C5

9. Nicholas Latifi

Williams

+ 2.798

88

C5

10. Daniel Ticktum

Red Bull

+ 3.683

79

C3

11. Oliver Turvey

McLaren

+ 4.937

52

C3

12. Lance Stroll

Racing Point

+ 4.970

119

2020

13. Sergio Sette Camara

McLaren

+ 5.790

19

C2

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