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Interview mit Nico Hülkenberg

"Ein einziger Kampf"

Nico Hülkenberg steigt mit einem siebten Platz und sechs WM-Punkten in die neue Formel 1-Saison ein. Der Force India-Pilot erzählt von einem schwierigen Rennen und von seinen Erwartungen für die Zukunft.

Erstes Rennen, erste Punkte: Wie fühlt sich das an?

Hülkenberg: Ich bin happy. Wir konnten nicht unbedingt mit Punkten rechnen, weil wir zu Saisonbeginn mit unserem Auto noch etwas gehandikapt sind. Heute war die Standfestigkeit unser Joker und nicht der Speed. Und wir hatten Glück, dass so viele ausgefallen sind.

Galt wieder die alte Regel: Der Force India ist im Rennen stärker als im Training?

Hülkenberg: Diesmal leider nicht. Das Rennen war schwieriger als erwartet. Ich hatte mir eine bessere Balance erhofft. Aber da war einfach keine Harmonie im Auto. Es war ein einziger Kampf.

Was war genau los?

Hülkenberg: Ich hatte viel Untersteuern. Vielleicht lag es daran, dass der Versteller des Frontflügel-Flaps nicht funktioniert hat. Dazu war das Heck ziemlich instabil.

Wie eng war es in der ersten Kurve?

Hülkenberg: Ich habe mich da rausgehalten. Mein Start war extrem schlecht. Dann habe ich versucht innen reinzucutten. Das hat auch gut funktioniert, weil ich dabei gleich ein, zwei Positionen gutmachen konnte. Da habe ich schon gesehen, wie es vor mir immer enger wird. Ich bin aber gut durchgekommen. Nach der SafetyCar-Phase hatte ich ein ziemlich einsames Rennen.

Force India hat die Taktik gesplittet. Warum sind Sie mit den weichen Reifen gestartet?

Hülkenberg: Das wollte ich so. Es hätte aber auch anders herum mit den Medium-Reifen beim Start geklappt. Was ich nicht ganz verstehe, ist, warum Sauber Ericsson drei Mal hat stoppen ließ. Mit einer normalen Taktik hätte er mir das Leben schwerer machen können.

In der Startaufstellung standen nur 15 Autos. Sind Sie sich verloren vorgekommen?

Hülkenberg: Wenn du im Auto sitzt, nimmst du das nicht so wahr. Was mir aber aufgefallen ist, war die kurze Zeitspanne bis zum Start. Ich rolle in meine Startposition, und schon geht die Ampel an. Normalerweise dauert das länger.

Was erwarten Sie von Malaysia?

Hülkenberg: Das ist eine extreme Aerodynamik-Strecke. Die verzeiht gar nichts. Mit unserem wenigen Abtrieb wird das ein ganz schwieriges Pflaster für uns. Wir warten händeringend auf das erste Upgrade. Das soll in China kommen. Wir liegen mit dem Auto erst bei 50 bis 60 Prozent von dem, was wir von ihm erwarten.

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