Jaguar

Ausverkauf mit Hindernissen

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Wollten Sie nicht schon immer ein Formel 1-Team kaufen? Mit zehn Millionen Dollar ist das Jaguar-Team ein echtes Schnäppchen. Allerdings hat die Sache den ein oder anderen Haken. Dennoch gibt es mindestens drei Interessenten.

Wenn Jaguar bis Ende Oktober nicht verkauft ist, schließen eine Woche nach dem Grand Prix von Brasilien die Tore in englischen Milton Keynes. In Shanghai stellte sich das gesamte Team mit einem Plakat mit der Aufschrift "Zu verkaufen" zum Gruppenfoto auf.

Tatsächlich gibt es drei Interessenten. Die HSBC-Bank, Jaguar-Hauptsponsor und nun Abwickler verhandelt mit dem gleichen chinesischen Konsortium, das die Strecke in Shangahi gebaut hat. Außerdem ist eine kanadische Stahlfirma im Gespräch, die von einem vier Milliarden schweren Exilrussen geführt wird. Schließlich fällt bei den Verkaufsgesprächen wieder einmal der Name Red Bull.

Garantie für 100 Millionen

Red Bull-Chef Dietrich Mateschitz hatte eigentlich die Gespräche mit der Jaguar-Führung zum Umbau des Teams in einen amerikanischen Rennstall mit Ford-Anbindung längst abgebrochen, nun ist er doch wieder interessiert.

Mit einem symbolischen Kaufpreis von zehn Millionen Dollar ist das Team nur vordergründig ein Schnäppchen. Nur wenn der betreffende Investor die Garantie gibt, über drei Jahre weitere 100 Millionen Dollar in den Rennstall zu stecken, erhält er den Zuschlag.

Stolperstein Motorenregeln

Red Bull steigt nur ein, wenn es konkurrenzfähige Motoren gibt. Bernie Ecclestone will die neuen Besitzer mit Toyota-Motoren locken. Die Japaner bestehen aber auf einer Beibehaltung des Zehnzylinder-Reglements, das FIA-Chef Max Mosley im Rahmen seiner Abrüstungspläne gerade kippen will.

Sollte sich Mosley durchsetzen, kämen nicht einmal die wenig konkurrenzfähigen Aggregate der Ford-Tochter Cosworth in Frage. Dort fehlt das Geld für die Entwicklung eines Achtzylinders. Für einen Interessenten wäre die Motorenschmiede unverkäuflich, wenn er die Entwicklungskosten vorfinanzieren müsste.

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