Jaime Alguersuari über Schumi

"Schumacher nicht der König der Formel 1"

Michael Schumacher Foto: xpb 26 Bilder

Michael Schumacher erlebte am Freitag (5.11.) nicht ganz die erhoffte Rückkehr nach Sao Paulo. Sein Mercedes war nicht so schnell wie erwartet und am Ende stellte sich auch noch Toro Rosso-Youngster Jaime Alguersuari ohne Respekt in den Weg.

Michael Schumacher ist zurück in Brasilien. Hier hat er vor knapp vier Jahren das letzte Formel 1-Rennen vor seinem Rücktritt bestritten. Seitdem hat sich viel geändert in der Königsklasse. Der erste Trainingstag erinnerte den Rekordweltmeister noch einmal schmerzlich daran, dass die neue Formel 1-Generation keinen Respekt vor den Erfolgen der Vergangenheit zeigt.

Kurz vor Ende der Session wollte Schumacher an Toro Rosso-Youngster Jaime Alguersuari vorbei. Doch anstatt den schnelleren Silberpfeil vorbeizuwinken, fuhr der 20-jährige Spanier Kampflinie. Es kam wie es kommen musste. Beide Autos kollidierten, während Schumi nach innen zog. Als der Deutsche schon vorbei war, bremste der Rekordchampion kurz und die beiden Formel 1-Generationen touchierten sich noch einmal.

Alguersuari: "Ich habe mich einfach gewehrt"

"Ich mache ihm keine Vorwürfe", sagte der jüngste Formel 1-Pilot in Richtung des ältesten. "Er war etwas schneller und hat außen gebremst. Ich wollte ihm einfach nicht die Position überlassen und habe mich gewehrt. Das war es eigentlich auch schon." Dass ihn Schumacher anschließend auflaufen ließ, sieht der Youngster locker. "Er war sicher nicht glücklich darüber, dass wir uns berührt haben. Aber er ist auch nicht der König der Formel 1 und das wollte ich einfach zeigen", erklärte Alguersuari selbstbewusst.

Michael Schumacher wollte die Situation nicht kommentieren. "Der wollte mir wohl einfach mal guten Tag sagen", spottete der siebenfache Champion, der Alguersuari nicht das erste Mal in dieser Saison auf der Strecke begegnete. Zum Ärger mit dem Jungspunden kam auch noch Ärger mit dem Auto hinzu.

Schumacher nicht zufrieden mit Mercedes-Speed

"Ich hätte es mir ein bisschen anders gewünscht und auch erwartet", klagte Schumacher nach den ersten beiden Testsessions. "Wenn man sich die letzten Rennen anschaut, dann ist der Abstand hier etwas größer. Wir sind einfach nicht so gut unterwegs. Im Vergleich zu Sauber hat der weiche Reifen bei uns nicht so viele Vorteile gebracht."

Am Samstag kann sich das aber schon wieder ändern. Wenn man den Vorhersagen glauben darf, dann bekommt der deutsche Regengott wohl das gewünschte feuchte Wetter. Zu viel ist aber auch nicht gut. "Es kann hier sehr stark regnen", weiß Schumacher aus Erfahrung. "Aquaplaning ist dann ein Thema. Man muss aber auch sagen, dass sich die Strecke wesentlich verbessert hat. Wie sich die Maßnahmen gegen Aquaplaning bemerkbar machen, werden wir am Samstag sehen. Regen ist natürlich immer eine kleine Lotterie. Vor allem für diejenigen, die um die WM kämpfen, ist das sicher keine willkommene Abwechslung."

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