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Jean-Eric Vergne im Interview

Erst wollte ich die Pressemitteilung lesen

ToroRosso hat mit seiner Fahrerwahl alle überrascht. Daniel Ricciardo und Jean-Eric Vergne ersetzen Sebastien Buemi und Jaime Alguersuari. Für die Neuzugänge kam Weihnachten eine Woche früher. Hier erzählt der Franzose Vergne, wie er von seiner Ernennung erfuhr und was er sich vornimmt.

Wie haben Sie von Ihrer ToroRosso-Verpflichtung erfahren?

Vergne: Ich war zuhause in Paris, als das Telefon klingelte. Natürlich wollte ich es gleich meinen Eltern und meinen Freunden erzählen, habe mich aber zurückgehalten. Erst wollte ich die offizielle Pressemitteilung lesen. Erst dann habe ich meine Eltern, Kumpels und die Leute angerufen, die mir auf dem Weg nach oben geholfen haben. Das ging solange, bis ich plötzlich einen Anruf nach dem anderen bekam.

Wie haben Sie ihre Ernennung gefeiert?

Vergne: Im Simulator bei Red Bull. Das hilft mir mit beiden Beinen auf dem Boden zu bleiben. Ich bin ganz heiß aufs Fahren, egal ob im Simulator oder im richtigen Auto.

Wer waren die Leute, die Ihnen geholfen haben?

Vergne: Zuerst natürlich Red Bull. Ohne die würde ich jetzt vielleicht auf der Uni sitzen. Aber auch dem französischen Automobilclub FFSA bin ich zu Dank verpflichtet. Sie haben mich seit der Kart-Zeit unterstützt.

Welche Pläne hatten Sie für 2012?

Vergne: Ich habe damit gerechnet, dritter Fahrer für eines der beiden Red Bull-Teams zu werden und an Freitagstrainings teilzunehmen. Dazu vielleicht noch eine weitere Saison in der Renault-Weltserie.

Wie werden Sie mit ihrem neuen Teamkollegen Ricciardo auskommen?

Vergne: Ich freue mich, dass wir Teamkollegen sind. Wir kennen uns schon lange und sind den Weg nach oben gemeinsam gegangen. Wir haben sehr ähnliche Fahrstile, das hilft. Daniel hat es am Anfang vielleicht ein bisschen einfacher, weil er die Rennsituation von seinen Hispania-Einsätzen schon kennt. Das versuche ich bei den Wintertests so gut wie möglich wettzumachen. Ich weiß, dass ich noch viel lernen muss und hoffe, dass das mir so schnell wie möglich gelingt. Bis jetzt habe ich mich aber überall schnell angepasst.

Wie sieht Ihr Winterprogramm aus?

Vergne: Zuerst Weihnachten feiern mit der Familie. Dann geht es los mit dem Trainieren. Ich werde in den nächsten Wochen auch viel in Faenza beim Team sein und viel mit den Ingenieuren sprechen. Mir gehen da viele Fragen im Kopf herum.

Das Interview wurde von ToroRosso zur Verfügung gestellt.

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