Jenson Button

"Alonso hat die besten Chancen"

Button - Noten - GP Ungarn - Formel 1 - 31.7.2011 Foto: xpb 59 Bilder

Jenson Button zählt zu den vier Verfolgern von Sebastian Vettel. Der Champion von 2009 erklärt, warum in dieser Gruppe Mark Webber die schlechtesten und Fernando Alonso die besten Chancen hat.

Jenson Button muss nicht lange überlegen, wenn er an seinen Rückstand auf WM-Spitzenreiter Sebastian Vettel denkt. Es sind exakt 100 Punkte. 15 Zähler weniger als Mark Webber, der die Verfolgergruppe anführt. Trotzdem glaubt Button, dass der Australier die schlechtesten Chancen hat, den Titelverteidiger noch einzuholen. "Weil er im gleichen Auto sitzt wie Sebastian. Wenn Webber stark ist, ist der Red Bull stark, und damit auch Vettel."

Buttons Handikap sitzt im eigenen Team. Lewis Hamilton und er nehmen sich gegenseitig die Punkte weg. Ein konkurrenzfähiger McLaren hilft Hamilton genauso viel wie ihm. Da sitzt Fernando Alonso schon komfortabler in seinem roten Ferrari-Boot. "Fernando hat es am einfachsten. Ist der Ferrari überlegen, gewinnt er automatisch."

McLaren mit neuem Heckflügel

Der Sieger des GP Ungarn hofft, dass die jüngsten Modifikationen am McLaren MP4-26 einschlagen. Vor allem der neue Heckflügel, der bis zu zehn km/h mehr Topspeed in DRS-Stellung geben soll. Button weiß, was ihn erwartet. Er drehte bereits mehrere Runden mit dem modifizierten McLaren im Simulator. "Am schwierigsten wird die Getriebeübersetzung. Du brauchst den Topspeed auf der langen Geraden. Wenn du den Flügel flachstellst, willst du dort maximal davon profitieren. Für eine schnelle Runde könnte eine andere Getriebeabstufung aber besser sein. Es wird schwierig, da den besten Kompromiss zu finden."

In Eau Rouge ist das Flachstellen des Heckflügel-Flaps verboten. Deshalb darf DRS erst 270 Meter hinter der Eau Rouge-Passage aktiviert werden. Der Abstand zwischen zwei Fahrzeugen wird aber 235 Meter vor der Senke von Eau Rouge gemessen. Ist es da nicht ein Problem, durch das Highspeed-Geschlängel am Vordermann dranzubleiben? Lewis Hamilton verneint: "Eau Rouge wird von Jahr zu Jahr einfacher. Deshalb ist es auch kein Problem, dicht hinter dem Auto vor dir herzufahren. Ich habe es letztes Jahr ein paar Mal probiert. Du musst nur leicht versetzt fahren."

Blanchimont wird zur Mutprobe

Der Blanchimont-Linksknick könnte dagegen zur Mutprobe ausarten. Mit einem Heckflügel in Normalstellung geht er problemlos mit 310 km/h voll. Doch wenn im Training der Flap flachgestellt wird, muss der Fahrer die Zähne zusammenbeißen. "Viel hängt davon ab, wieviel Abtrieb in DRS-Stellung verlorengeht", erklärt Hamilton. "Wer nur zehn Punkte verliert, kann es vielleicht riskieren. Reduziert sich der Anpressdruck um 20 Punkte, habe ich meine Zweifel." Mit dem alten McLaren-Heckflügel hätte Hamilton in Blanchimont das Gas stehenlassen können. Mit dem neuen wird es eine Gratwanderung am Limit.

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