Aufschwung bei McLaren

"Der größte Fortschritt in 14 Monaten"

Jenson Button - McLaren - Formel 1 - Test - Barcelona - 2. März 2016 Foto: sutton-images.com 19 Bilder

McLaren-Honda hat 2 fast problemfreie Testtage abgespult und fährt anständige Rundenzeiten. Der neue Honda-Motor hält, und er hat an Power zugelegt. Noch nicht so viel wie es sich alle wünschen, aber laut Jenson Button "der größte Schritt in den letzten 14 Monaten".

McLaren-Honda hat an 2 Testtagen 214 Runden abgespult. Fast so viel wie in der gesamten Woche davor. Da schaffte McLaren 257 Runden an 4 Tagen. Fernando Alonso rangierte am fünften Testtag von Barcelona mit 1.24,735 Minuten auf dem dritten Platz. Jenson Button einen Tag später mit 1.25,183 Minuten an fünfter Stelle. Beide mit der Reifenmischung "soft".

Das Team, das im letzten Jahr die meisten Ausfälle, Motorschäden und Startplatzstrafen anhäufte, kommt völlig verwandelt daher. Seit Honda am Wochenende seinen Melbourne-Motor eingebaut hat, geht es vorwärts. "Wir können jetzt endlich fahren und am Auto arbeiten. Das war vor einem Jahr noch unmöglich", atmete Jenson Button auf.

Honda erwartet mehr Power von Software-Feintuning

Der Engländer lobte den Motor nicht nur wegen seiner neuen Steherqualitäten. "Er hat spürbar mehr Leistung. Es ist die größte Verbesserung in den letzten 14 Monaten." Button sagt aber auch: "Es liegt noch viel Arbeit vor uns, bis wir richtig wettbewerbsfähig sind. An den Top-Speeds seht ihr, dass uns weiter viel fehlt."

Teamchef Eric Boullier erwartet bis Melbourne noch einen größeren Sprung. Mechanisch wird sich am Honda V6-Turbo nichts mehr ändern, aber jetzt kommt die Optimierung der Software. "Von der Seite erwarten wir uns noch ein gutes Stück Power."

Positiv ist auch, dass der Honda-Motor jetzt über die gesamte Runde elektrisch boosten kann. Das war im Vorjahr nicht möglich. "Wir hatten nicht mal in der Qualifikation über die gesamte Runde Elektro-Power. Das hat uns bis zu 6 Zehntel auf die Runde gekostet", verrät Button.

Button setzt sich kein Saisonziel

Der Weltmeister von 2009 lobt wie Alonso das Auto. "Wir haben bislang kaum Setup-Arbeit betrieben. Und wir müssen noch einige der neuen Aero-Teile verstehen. Trotzdem spüre ich, das Potenzial in diesem Auto steckt. Wir brauchen jetzt 2 saubere Tage für das Feintuning der Balance."

Die McLaren-Entwicklungsabteilung lässt nicht locker. Am sechsten Testtag kam ein neuer Heckflügel. Für die beiden verbleibenden Tage sind ein neuer Frontflügel, Unterboden und Bremsbelüftungen angekündigt. "Und bis Melbourne kommen weitere Modifikationen", verspricht Button.

Trotz seiner 121 Runden war der Engländer etwas unschlüssig, was er von seinen Rundenzeiten halten sollte. "Heute war ein schwieriger Tag, weil der Wind so stark geblasen hat. Und immer wieder anders. Deshalb waren die Zeiten schwer vergleichbar." Während Teamkollege Fernando Alonso weiterhin Podiumsplätze als Saisonziel ausgibt, lässt sich Button nicht aus der Reserve locken: "Ich habe kein Ziel. Weil ich nicht enttäuscht werden will."

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