Jenson Button beeindruckt

"Mercedes das dominanteste Auto"

Jenson Button - GP Spanien 2014 Foto: McLaren 60 Bilder

Mercedes zieht an der Spitze weiter einsam seine Bahnen. Bei der Konkurrenz kommt langsam Frust auf. "Es gibt nur ein Team, das zufrieden ist", seufzte Jenson Button. Bei McLaren ist man dagegen noch nicht auf dem gewünschten Level. Die Ziele müssen revidiert werden.

McLaren-Teamchef Eric Boullier hatte vor dem Barcelona-Wochenende als Ziel ausgegeben, "Best of the rest" zu sein. Das heißt: außer Mercedes wollte man alle anderen Autos schlagen. Doch im Qualifying landete Jenson Button als bester McLaren-Pilot nur auf Rang 8. Boullier musste anschließend einräumen: "Da lag ich wohl etwas falsch. Wir haben leider noch nicht den angepeilten Leistungsstand erreicht."

McLaren verliert auch auf Red Bull

Im Qualifying zum GP Spanien fehlten Button nicht nur 2 Sekunden auf die Spitze, sondern auch mehr als eine Sekunde auf Red Bull. "Red Bull etabliert sich gerade als zweites Team in der Rangfolge", analysiert Boullier. "Noch bis zum Sommer geht es darum, wer im Entwicklungsrennen am schnellsten vorankommt. Dann sollte sich langsam ein festes Kräfteverhältnis ausbilden. Unser Auto ist leider noch nicht schnell genug. Wir haben aktuell je nach Strecke verschiedene Probleme."
 
Bei McLaren hofft man auf einige Updates in den nächsten Rennen. Button bittet um Geduld. "Wenn man sich den Abstand zur Spitze anschaut, dann sich wir jetzt schlechter als vor einem Jahr. Aber die Basis des letztjährigen Autos war sicher nicht so gut wie die des aktuellen Autos. Wir wissen, dass uns noch Abtrieb fehlt. Aber wir haben noch gute Verbesserungen in der Pipeline, die demnächst ans Auto kommen. Das dauert aber noch etwas Zeit."

Mercedes in diesem Jahr unschlagbar?

Mit Sorge und Respekt blickt der Brite auf die Leistung von Mercedes: "Es gibt nur ein Team, das heute glücklich ist. Das galt auch schon für die letzten 4 Rennen. Alle anderen sind unzufrieden. Es scheint als haben sie hier nochmal einen guten Schritt gemacht. Sie ziehen vorne vom Feld weg. Zumindest was das Qualifying angeht. Wir arbeiten alle hart. Wir sind nicht so schlecht. Wir sind zwar nicht das zweitbeste Team. Aber mein Ziel lautet, hinter den Top-3-Teams (Red Bull, McLaren, Ferrari) "best of the rest" zu sein."
 
In seiner langen Karriere hat Button solch eine Überlegenheit wie die des Silberpfeils noch nicht oft erlebt: "Ich habe schon einige schnelle Autos in meiner Formel 1-Zeit gesehen. Der Ferrari von 2004 war ziemlich stark. Als die richtig Gas gegeben haben, lagen die eine bis anderthalb Sekunden vor allen anderen. Aber zumindest was das Qualifying angeht, ist der Mercedes das dominanteste Auto. Es wird für alle schwer, daran noch einmal etwas zu ändern. Da muss ein Team schon einen außergewöhnlichen Job machen, um Mercedes in diesem Jahr noch zu schlagen."

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