Jenson Button zur McLaren-Krise

Panik ist das falsche Wort

Button GP Australien 2013 Foto: xpb 22 Bilder

Bei McLaren herrscht gedrückte Stimmung. Die Situation nach der herben Niederlage in Melbourne ist alarmierend. Jenson Button fordert: "Wir müssen jetzt schnell große Fortschritte machen." Schon in Malaysia soll der Aufwärtstrend zu spüren sein.

Bei McLaren läuten die Alarmglocken. Das Team, das beim Saisonfinale 2012 in Sao Paulo noch das schnellste Auto hatte, fährt aktuell nur hinterher. Mehr als zwei WM-Pünktchen für Jenson Button waren nicht drin. Die Niederlage kam für den Briten nicht unerwartet.
 
"Wir haben bei den Testfahrten in Barcelona am letzten Testtag gemerkt, dass wir Probleme haben", gibt der Weltmeister von 2009 zu. "Mercedes ist deutlich schneller gefahren und hatte offensichtlich noch Reserven. Wir waren dagegen am Limit. Eigentlich hatten wir gehofft, dass es bei anderen Bedingungen in Australien besser wird. Aber es wurde nur noch schlechter."

McLaren muss tiefer gelegt werden

Das große Problem bei McLaren: Die Ingenieure verstehen das Auto einfach nicht. "Es gibt viele Baustellen", so Button. "Es wäre zu einfach zu sagen, dass wir mehr Abtrieb brauchen. Das große Problem ist, dass wir das Auto mit einem Setup fahren müssen, in dem wir nicht das maximale Potenzial der Aerodynamik abrufen können.

Was Button da so verklausuliert ausdrückt, heißt ganz einfach: McLaren würde das Fahrwerk gerne tiefer legen. Erst dann funktioniert das Fahrzeugkonzept wie geplant. In Melbourne probierte man viel am Setup herum. Aber immer wieder setzte das Auto mit dem Splitter auf. "Wie hätten so tief fahren müssen, dass im Ziel der halbe Unterboden gefehlt hätte. Oder das halbe Auto", übt sich Button in Galgenhumor.

In Malaysia könnte das Problem etwas gelindert werden. Die permanente Rennstrecke in Sepang weist deutlich weniger Bodenwellen auf. "Außerdem haben wir einige Ideen, wie wir die Probleme aus Melbourne lindern können. Und wir bekommen auch ein paar neue Aero-Teile. Damit sollten wir den Abtrieb etwas erhöhen", so Button.

Button hat schlimmere Situationen erlebt

Der Routinier versucht seinem Team mit seiner Erfahrung zu helfen. Der Engländer kann immerhin schon auf 229 Grand Prix-Starts zurückblicken - so viele wie sonst niemand im Feld. "Ich habe schon schlimmere Situationen erlebt. Als Panik würde ich das momentan nicht bezeichnen, aber wir müssen schon verdammt hart arbeiten."

Beeindruckt ist Button von der Leistung der Konkurrenz. "Neben uns sind wohl auch andere Mittelfeld-Teams überrascht worden, was da vorne für ein Tempo gefahren wird. Wir müssen deshalb jetzt schnell große Fortschritte machen." Nach Auskunft des Piloten ist ein Rückgriff auf das Vorjahresauto aber vorerst kein Thema. Viel Zeit bei der Verbesserung des neuen Autos können sich die Ingenieure aber nicht lassen. Sonst fährt der WM-Zug ohne McLaren ab.

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