Jerez-Test

Gute Woche für Michelin

Foto: Wolfgang Wilhelm

McLaren-Mercedes-Fahrer Kimi Räikkönen setzte am letzten Testtag im spanischen Jerez de la Frontera die Bestzeit. Die Michelin-Teams profitierten von der sengenden andalusischen Sonne. Sie konnten sich optimal auf die heißen Sommer-Rennen vorbereiten. Ferrari fuhr derweil wieder allein in Le Castellet.

Bis zu 46 Grad-Lufttemperatur wurden am letzten Tag (21.7.) der viertägigen Testfahrten in Jerez gemessen. "Unser Programm hat sehr von den extrem hohen Temperaturen profitiert" sagte McLaren-Geschäftsführer Martin Whitmarsh. Son konnte Michelin-Kunde McLaren ebenso wie die anderen Michelin-Teams gerade an den Defiziten der Reifen bei heißem Wetter arbeiten.

Am letzten Testtag setzte zum dritten Mal in vier Tagen ein McLaren die Bestzeit. Kimi Räikkönen drehte seine schnellste Runde wie die meisten anderen Fahrer bei noch erträglichen Temperaturen am Morgen. Die Zeitmessung für den finnen bleibe bei 1:17,199 Minuten stehen.

Knapp dahinter (1:17,320 Minuten.) landete Christian Klien der seine gute Zeit im Red Bull-Ferrari mit geringer Spritladung erzielte. Rubens Barrichello, der schnellste Mann des Donnerstags, kam am Freitag im Honda auf Rang drei (1:17,391 Minuten). Heikki Kovalainen im einzigen Renault beschied sich mit Platz vier.

Rosberg bester Bridgestone-Mann

Für die Bridgestone-Teams gab es auch am letzten Tag keine herausragenden Zeiten. Nico Rosberg im Williams war als Fünfter bester Kunde des japanischen Gummi-Lieferanten. Der Wiesbadener lag mit drei Zehnteln Rückstand auf die Bestzeit allerdings in Schlagdistanz.

Bei BMW herrschte leichte Besorgnis über die Räne acht (Kubica) und zehn (Villeneuve). "Wir waren hier nicht so schnell wie beim letzten Mal, und ich bin nicht sicher, woran das liegt", sagte Villeneuve. Noch weniger erfolgreich war der Testabschluss für Toyota. Ralf Schumacher wurde nur Zwölfter. Er verlor viel Zeit, nachdem er sein Auto wegen eines Brandes im Heck abstellen musste. Teamkollege Jarno Trulli konnte erst am Nachmittag fahren. Erst dann waren die Ersatzteile für den am Vortag nach einem Unfall beschädigten Toyota von Ricardo Zonta eingetroffen.

Ferrari in Paul Ricard

Bridgstones heißestes Eisen im WM-Feuer war wie an den Vortagen abwesend. Ferrari testete auf dem Circuit Paul Ricard im südfranzösischen Le Castellet. Im gegensatz zu den ersten beiden Testtagen wählte das Team am Freitag eine längere Streckenvariante, die dem Kurs in Hockenheim eher ähnelt als die kurze Strecke der Vortage. Auf dem rund vier Kilometer langen Kurs war Felipe Massa in 1:06,470 Minuten einen Tick schneller als Michael Schumacher, der seine Bestzeit in 1:06,517 Minuten fuhr.

Jerez-Test, Tag 4. Alle Bestzeiten:

1. Räikkönen, McLaren-Mercedes: 1:17.199 min.
2. Klien, Red Bull-Ferrari: 1:17.320 min.
3. Barrichello, Honda: 1:17.391 min.
4. Kovalainen, Renault: 1:17.461 min.
5. Rosberg, Williams-Cosworth: 1:17.520 min.
6. Alonso, Renault: 1:17.774 min.
7. Davidson, Honda: 1:17.885 min.
8. Kubica, BMW-Sauber: 1:18.075 min.
9. Paffett, McLaren-Mercedes: 1:18.328 min.
10. Villeneuve, BMW-Sauber: 1:18.741 min.
11. Speed, Toro Rosso-Cosworth: :18.774 min.
12. R.Schumacher, Toyota: 1:19.083 min.
13. Albers, MF1-Toyota: 1:19.139 min.
14. Zonta , Toyota: 1:19.955 min.

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