Carlos Sainz & Daniel Ricciardo - GP Italien 2019 Motorsport Images
Sebastian Vettel - Ferrari  - Formel 1 - GP Italien - Monza - 7. September 2019
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Kampf um Mittelfeld-Sieg

Renault mit Low-Downforce-Vorteil

Im Kampf um die Vorherrschaft im Mittelfeld hat Renault in Monza ein Ausrufezeichen gesetzt. McLaren konnte das Tempo nicht mitgehen, zeigte sich nach dem Qualifying aber nicht unzufrieden.

Der Titel „Best of the Rest“ ist McLaren dieses Jahr kaum noch zu nehmen. In der Teamwertung liegt der Rennstall aus Woking bereits 31 Punkte vor Toro Rosso und und 39 Zähler vor Renault. Doch bei der Rückkehr aus der Sommerpause in Spa hatte plötzlich Renault die Oberhand. Und auch im Monza-Qualifying hinterließ das französische Werksteam auf den Startplätzen fünf und sechs einen starken Eindruck.

Für Daniel Ricciardo ist das keine große Überraschung: „Nach dem Auftritt von Spa war klar, dass wir hier auch gut aussehen sollten mit dem Low-Downforce-Paket. Es scheint sich um einen Trend zu handeln, dass schnellere Strecken uns besser passen. Wir waren in Montreal im Quali auf Rang 4, hier nun auf Rang 5 und in Spa auf Platz 6. Ich sehe da einen Trend.“ Und warum lief es dann in Monaco so gut? „Das lag am guten Fahrer“, grinste der Australier.

Top-Teams außer Reichweite

Im dritten Training sah es sogar kurz danach aus, als könne Renault die Top-Teams Ferrari und Mercedes angreifen. Im Qualifying lagen Rot und Silber aber außer Reichweite: „Ich hätte in der zweiten Schikane und in der Ascari vielleicht noch ein paar Zehntel rausholen können. Aber das hätte im Kampf um die ersten beiden Reihen auch nicht gereicht“, so Ricciardo.

Nico Hülkenberg & Sebastian Vettel - GP Italien 2019
Motorsport Images
Renault konnte die Top-Teams nicht ganz herausfordern.

Am Ende ging es für die Renault-Piloten nur um das teaminterne Duell. Ricciardo entschied den Kampf gegen Hülkenberg mit zwei Zehnteln Vorsprung für sich. Entsprechend schlecht war die Laune beim Rheinländer: „Ich habe mich im Q2 ordentlich verbremst in Kurve 1, dadurch ist etwas der Rhythmus verloren gegangen. Im ersten Q3-Run habe ich deshalb eine Sicherheitsrunde eingelegt. Ich wollte erst im zweiten Run voll attackieren. Aber dazu kam es leider nicht mehr.“

McLaren sieht Fortschritt

Bei McLaren sah man dagegen keine enttäuschten Gesichter, obwohl das Duell mit dem Motorenlieferanten verloren ging: „Wenn man bedenkt, wie es in Spa noch am Freitag und Samstag aussah, dann ist ein großer Fortschritt zu erkennen. Da hatten wir echte Probleme mit dem Low-Downforce-Kit. Renault war dort sehr stark, deshalb ist ihre Form keine Überraschung“, bilanzierte Teamchef Andreas Seidl zufrieden.

Und noch ist das letzte Wort im Duell mit Renault noch nicht gesprochen. „Die Longruns im Training waren gut. Es ist wichtig für uns, dass wir im Rennen wieder punkten können. Das ist uns in Spa leider nicht gelungen. Aber wir haben seit Saisonbeginn schon gesehen, dass unsere Rennpace sehr gut ist. Deshalb sind wir optimistisch“, so Seidl.

Auch für Lando Norris, der wegen einer Motorenstrafe aus der vorletzten Reihe losfährt, hat der Bayer noch Hoffnung: „In der ersten Runde kann hier viel passieren. In der Vergangenheit ging es schon häufig in den ersten beiden Schikanen drunter und drüber. Unser Ansatz ist immer der gleiche: Nicht nach hinten orientieren sondern nur nach vorne schauen. Und dann hoffen wir, dass am Ende Punkte rausspringen.“

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