Kein Trumpf beim Heimrennen

Ernüchterung bei Ferrari

Fernando Alonso - Ferrari - Formel 1 - GP Italien - 5. September 2014 Foto: xpb 31 Bilder

Ferrari muss sich ausgerechnet beim Heimrennen in Monza mit den Startplätzen 7 und 11 zufrieden geben. Die Tifosi auf den Tribünen hatten sich nach den guten Vorstellungen im Training sicher mehr erwartet.

Erst herrscht ein Riesenwirbel um einen angeblichen Rücktritt von Ferrari-Boss Luca di Montezemolo, der sich als Luftnummer entpuppt und dann schreibt man auch noch mit dem Qualifying-Ergebnis Negativ-Schlagzeilen. Bei Ferrari läuft es derzeit nicht nach Plan.

Im Training stärker

Dabei sah es für die Fans, die auf den Tribünen ihre riesigen Plakate auspackten, am Freitag und am Samstagvormittag noch vielversprechend aus. Fernando Alonso war in jedem Training in den Top 5, im Abschlusstraining am Vormittag belegte man die Plätze 2 und 7.

"Wir sind nach den Trainings immer optimistisch und sehen konkurrenzfähiger aus", sagt Alonso. "Aber man weiß nie, wer mit welchen Benzinmengen fährt und die anderen drehen zum Qualifying offenbar den Motor nochmal auf." Der Spanier war absolut am Limit mit seiner Lenkradakrobatik. "Ich bin in meinen 2 Runden in Q2 und in den 2 Runden in Q3 identische Rundenzeiten gefahren."

Natürlich will er den Tifosi gerne eine Freude bereite, die Chancen im Rennen sieht er aber realistisch. "Mercedes und Williams sind ganz offensichtlich schneller", sagt der Spanier. "Aber in der Gruppe hinter den Mercedes liegen wir nah beieinander. Das wird spannend morgen. Da gibt es sicher einige enge Kämpfe. Ich stehe ganz nah an Sebastian dran. Da erwarte ich Action. Ich hoffe, dass es noch nach vorne geht. Wenn nicht, will ich wenigstens Spaß haben."

Longrun stimmt optimistisch

In Sachen Topspeeds, der wichtigen Währung in Monza, ist Ferrari gar nicht mal so schlecht dabei. Fernando Alonso war mit 350 km/h Sechstschnellster auf der Geraden, Kimi Räikkönen nur 2 km/h langsamer. Der Finne verhagelte sich das Qualifying mit Fahrfehlern bei seinem ersten Anlauf. "Es hat blockiert, ich konnte nicht alle Sektoren zusammenbringen. Hoffentlich finden wir eine Erklärung", sagte der Iceman, der in Monza noch nie so richtig viel Glück hatte. "Wir wussten schon, dass es im Qualifying schwierig werden würde. Wir hatten einen guten Longrun. Ich denke, im Rennen sehen wir besser aus. Aber die Mercedes-Motoren sind hier einfach gut."

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