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Keine Strafe für Verstappen

„Die beste Entscheidung der letzten 7 Tage“

Max Verstappen musste 89 Minuten lang zittern. Dann sprachen ihn die Sportkommissare vom Vorwurf frei, Valtteri Bottas im Q3 behindert zu haben. Verstappen bleibt Zweiter und Bottas Vierter. Aufatmen im Fahrerlager. Eine weitere Strafe für den wilden Holländer hätte weiteres Öl ins Feuer gegossen.

Es war der erste Versuch im Q3. Max Verstappen hatte seine erste fliegende Runde abgebrochen, weil die Vorderreifen zu wenig Grip aufbauten. Der Holländer rollte langsam auf Kurve 12 zu, als Valtteri Bottas von hinten anflog. Der Finne lag in dem Moment eine Zehntelsekunde unter seiner bis dahin schnellsten Runde mit 1.17,161 Minuten aus dem Q2. Doch statt auf der rechten Seite vor Kurve 12 auf Bottas zu warten, bog Verstappen noch in die Stadionsektion ein und verdrückte sich dort nach ganz links. Bottas wäre dem Red Bull um ein Haar ins Heck gerauscht. Die Vollbremsung für Kurve 13 ruinierte den Reifensatz. Bottas brach die Runde ab.

Bitter für den Finnen, der zum ersten Mal seit langer Zeit wieder drauf und dran war, seinen Teamkollegen Lewis Hamilton herauszufordern. Weil Bottas die Referenz der ersten schnellen Runde fehlte und Mercedses sicherstellen wollte, dass er überhaupt eine Zeit zustande bringt, gab ihm das Team für den zweiten Versuch Sprit für zwei fliegende Runden mit. „Für den Fall, dass er sich beim ersten Mal in Kurve 1 verbremst“, erklärte Teammanager Ron Meadows. Das bedeutete 1,5 Kilogramm mehr Gewicht an Bord als im Optimalzustand.

Nicht behindert, höchstens irritiert

Kurz vor Ende der Qualifikation kündigte die Rennleitung eine Untersuchung des Falls an. „Welcher Fall?“, fragte Verstappen entrüstet zurück. „Ich war ganz innen, er auf der Rennlinie. Dort hat er sich ohne mein Zutun verbremst. Was hätte ich anders machen sollen?“ Bottas sagte es ihm: „Wenn er zum Beispiel auf der Anfahrt zur Kurve 12 rechts bleibt. Ich hatte die gleiche Situation in einer der Trainingssitzungen davor und bin rechts rangefahren. Dadurch dass Max links geblieben ist, musste ich Kurve 12 vorsichtiger anbremsen und eine andere Linie in Kurve 13 nehmen. Auf der normalen Linie hätte ich mich dort nie verbremst.“

Vettel - Verstappen - Hamilton - GP Mexiko 2017 - Qualifying
xpb
Keine Strafe: Max Verstappen blieb unter den Top 3.

Bei den Sportkommissaren sagte Verstappen aus, er habe Bottas nicht behindert, höchstens irritiert. „Das ist auch eine Behinderung“, hieß es aus dem Bottas-Lager. Red Bull-Sportchef Helmut Marko feuerte sogleich Giftpfeile auf den Mercedes-Fahrer ab. „Ich verstehe die Untersuchung nicht. Wo soll Max hin?. Mehr als ganz innen kann er nicht fahren. Wenn Bottas das irritiert, dann soll er in Zukunft an Bergrennen teilnehmen.“

Die Sportkommissare drückten sich etwas gewählter aus: „Der Fahrer von Auto 33 wusste, dass Auto 77 auf einer schnellen Runde war. Er ist ausgangs Kurve 12 von der Ideallinie, um Auto 77 nicht zu behindern. Der Spurwechsel erfolgte etwas zögerlich, was den Fahrer von Auto 77 beeinflusst haben kann. Aber das sehen wir nicht als Behinderung.“ Mercedes-Teamchef Toto Wolff war erleichtert, dass es zu keiner Strafe kam: „Das war die beste Entscheidung der letzten sieben Tage.“ Noch eine Strafe hätte weiteres Öl in die hitzige Diskussion um die Entscheidungen der Sportkommissare gegossen.

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