Kevin Magnussen - Haas - 2019 Motorsport Images
Kevin Magnussen - HaasF1 - 2017
Kevin Magnussen - HaasF1 - 2017
Kevin Magnussen - HaasF1 - 2017
Kevin Magnussen - HaasF1 - 2017 29 Bilder

Magnussen rechnet mit der Formel 1 ab

Seit sechs Jahren keinen Sieg

Kevin Magnussen hat seinen Platz bei Haas sicher. Und trotzdem fährt bei dem Dänen der Frust mit. Nach sechs Jahren ohne Sieg regt ihn die Ungerechtigkeit in der Formel 1 auf.

Kevin Magnussen könnte der Zukunft eigentlich gelassen entgegenblicken. Der 26-jährige Däne hat bei Haas einen fixen Vertrag bis 2020. Er hat ein gutes Auto, wenn es mal mit den Reifen harmoniert. Nicht optimal, aber besser so als anders herum.

Die Ingenieure sind immerhin in der Lage, ein schnelles Auto zu bauen. Gefragt ist jetzt Expertise, das Auto so zu konditionieren, dass es die Reifen in allen Lebenslagen zum Arbeiten bringt.

Magnussen ist happy mit seinem Team. Es hätte ihn schlimmer treffen können. Für viele seiner Kollegen war nach ein zwei Jahren in einem Mittelfeld-Team Endstation. Er fährt immerhin noch.

Doch trotz der Sicherheit auch 2020 einen Arbeitsplatz zu haben, fährt auch der Frust mit. Der Frust, dass die Formel 1 eine solch krasse Zweiklassengesellschaft geworden ist. Ein Podium ist für Teams aus dem Verfolgerfeld nur noch bei Chaosrennen wie in Hockenheim möglich. Ein Sieg nicht einmal da.

Kevin Magnussen - GP Frankreich 2019
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Magnussen und sein Haas-Team werden momentan von den Reifen eingebremst.

Schicksal nicht in der eigenen Hand

Kevin Magnussen hat seit sechs Jahren kein Autorennen mehr gewonnen. Das lässt einen Rennfahrer schon zweifeln. Nicht an sich, sondern an seinem Sport. „Ich habe mich nicht in die Formel 1 hochgearbeitet, um Formel 1 zu fahren. Mein Traum waren GP-Siege und der WM-Titel. Wir wissen alle, dass das im Moment nur in drei Teams möglich ist. Eigentlich sollte der Fahrer den größten Unterschied ausmachen. In der Formel 1 ist es der kleinste. Alle anderen Faktoren sind wichtiger als wir. Wir 20 Fahrer liegen ein paar Zehntel auseinander, aber nicht zwei Sekunden. Das ist das Auto.“

Der Mann, der 2014 bei McLaren mit einem Podium in die Königsklasse eingestiegen ist, gibt zu: „Es tut der Rennfahrerseele nicht gut, wenn du schon vor dem Rennen weißt, dass ein Sieg unmöglich ist. Du kannst deinen Traum nur aufrechterhalten, indem du hoffst, dass du irgendwann im richtigen Moment am richtigen Ort bist.“

Doch selbst da bleibt viel dem Zufall überlassen. Fahrer wie Nico Hülkenberg, Sergio Perez oder er selbst haben in Mittelfeld-Teams konstant gute Leistungen gebracht. Trotzdem sind sie nie bei Mercedes, Ferrari oder Red Bull gelandet.

Nico Hülkenberg & Kevin Magnussen - Formel 1
Motorsport Images
Fährt Magnussen 2020 in einem Team mit Nico Hülkenberg?

Als Fahrer muss man sich heute auf den Zufall verlassen. „Du hast dein Schicksal nicht mehr in der Hand“, stellt Magnussen fest. Valtteri Bottas ist das beste Beispiel. „Valtteri hat seinen Platz bei Mercedes nur gekriegt, weil Rosberg im letzten Moment zurückgetreten ist. Er verdient seinen Platz, aber er hat genau diesen berühmten Zufall gebraucht. Sonst hätte er vielleicht nie einen Grand Prix gewonnen. Seine Geschichte zeigt, dass deine Karriere von Einflüssen abhängt, die du nicht steuern und auch nicht durch deine Leistung beeinflussen kannst.“

Deshalb würde Magnussen es begrüßen, wenn er einen wie Hülkenberg als Teamkollege bekäme. „Nico ist schnell, erfahren, und er genießt in der Szene hohen Respekt. In meiner Lage musst du dir den bestmöglichen Teamkollegen wünschen. Nur so kannst du auf dich aufmerksam machen.“

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