Kimi Räikkönen - Alfa Romeo - Barcelona - F1-Test - 18. Februar 2019 Motorsport Images

Räikkönen-Debüt für Alfa-Sauber

"Erstes Gefühl ist sehr positiv"

Kimi Räikkönen zieht ein positives Fazit nach seinem ersten Testtag für Alfa Romeo-Sauber. Der Weltmeister von 2007 hat die Umstellung von Ferrari zum kleinen Schweizer Rennstall gut gemeistert.

Es ist noch ein ungewohntes Bild. Kimi Räikkönen steckt nach fünf Jahren nicht mehr in einem roten Overall von Ferrari, sondern in einem weiß-roten von Alfa Romeo. Oder wie die Puristen sagen würden von Sauber. Dem Interesse am Weltmeister von 2007 hat es nicht geschadet. Der zweite Stock des Alfa-Motorhomes war nach dem ersten Testtag auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya mit über 50 Medienvertretern und Schaulistigen gefüllt.

Sie lauschten gespannt den Antworten des 39-jährigen Routiniers aus dem finnischen Espoo. Wie war die Umstellung vom über 1.000 Mann starken Ferrari-Team auf das 480 Mann kleine Team aus Hinwil? „Bisher gab es keine Probleme beim Übergang. Und wenn ich im Auto sitze, macht es sowieso keinen Unterschied wie groß der Rennstall ist.“

Alfa-Sauber will weiter wachsen

Wie war der erste Testtag, wie die 114 Runden oder 530 Kilometer im neuen C38? „Bis auf den kleinen Ausrutscher in der Früh sehr gut. Das erste Gefühl ist sehr positiv. Wir haben ein Auto, auf dem sich aufbauen lässt“, äußert sich Räikkönen. Teamchef Frederic Vasseur stimmt zu. „Die Basis passt, so wie es aussieht.“ Luftsprünge machen sie bei Alfa-Romeo-Sauber trotzdem noch nicht. Luftschlösser bauen sie auch nicht. Weil es dafür noch zu viel zu früh ist. „Zu diesem Zeitpunkt der Saison ist jeder Weltmeister“, scherzt Vasseur.

02/2019 Sauber C38 – Formel 1 – Barcelona - 2044
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Der C38 mit dem ungewöhnlichen Frontflügel, der dreilöchrigen Nase, den eingepackten Querlenkern der Hinterachse und dem stark ausgefransten Heckflügel macht aber Hoffnung. Alfa-Romeo-Sauber ist trotz der engen Partnerschaft zu Ferrari eigene Wege gegangen. „Bisher kommen die Rundenzeiten einfach“, sagt Räikkönen. „Wir haben gar nicht so viel angestellt heute mit dem Auto. Es fühlt sich einfach gut an.“ Heraus sprang die fünftschnellste Runde des Tages in 1:19.462 Minuten. Viel wichtiger sei es aber, viele Runden zu drehen. „Bei der begrenzten Anzahl an Testtagen ist jeder zurückgelegte Kilometer wichtig.“

Räikkönen hat in seiner Karriere 21 Rennen gewonnen, holte 18 Pole-Positions, fuhr 46 Mal die schnellste Rennrunde. Mit Alfa Romeo wird er nicht um die vordersten Plätze fahren. Es ist der Spaß am Fahren, der ihn antreibt und in der Formel 1 hält. Was aber sind seine persönlichen Ziele für das Jahr? „Ich habe mir keine bestimmten gesetzt. Ich kann jetzt nicht mehr sagen, als dass wir das Maximum herausholen wollen. Ergebnisse sind unmöglich vorherzusagen. Wir werden auch nach den Testfahrten nicht wissen, wo genau wir stehen.“

Der Teamchef scheut sich, ein Saisonziel auszurufen. „Ich werde nicht sagen, wir müssen auf Platz X einlaufen. Wichtig ist es mir, dass wir uns weiter verbessern. Das gilt für die sportliche Seite, aber auch für die Infrastruktur. Wir leisten da schon gute Arbeit und wollen weiter wachsen. Es ist ein langfristiges Projekt. Es gibt uns zusätzlichen Auftrieb, dass Alfa Romeo als Firma so ein Vertrauen in uns hat.“

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