Kimi hat Rücken

Wo kommen Räikkönens Schmerzen her?

Kimi Räikkönen GP Singapur 2013 Foto: xpb 60 Bilder

Kimi Räikkönen stieg nach dem Qualifying mit schmerzverzerrtem Gesicht aus seinem Lotus. Das lag weniger am schlechten Ergebnis als an seinen Rückenschmerzen. Doch was plagt den Finnen genau? Zur Ursache für die Leiden kursierten verschiedene Versionen im Fahrerlager.

Kimi Räikkönen war nach dem Qualifying das große Gesprächsthema im Fahrerlager. Der Finne war schon in der zweiten Runde ausgeschieden und muss den GP Singapur von Platz 13 starten. Doch für das vorzeitige Aus und das Ende aller WM-Träume gibt es einen guten Grund. Stechende Schmerzen in den Lendenwirbeln machten die Fahrt auf dem holprigen Stadtkurs zu einer Tortur.

Schon im dritten Training musste sich der Iceman über die Runden kämpfen. "In der Früh dachte ich, dass ich gar nicht fahren kann. Durch die Schmerzen mussten wir das Programm im Training reduzieren und ich konnte kein vernünftiges Setup finden", entschuldigte sich der Finne.

Mit Schmerzmitteln ins Qualifying

Nach der Sitzung kümmerte sich ein Physiotherapeut um den Patienten. Zusätzlich zu der Massage gab es Schmerzmittel. Das linderte das Leiden immerhin etwas, so dass Kimi auch im Qualifying antreten konnte. Das Team hatte zuvor schon mit dem Gedanken gespielt, Ersatzmann Davide Valsecchi einzusetzen. "Wir waren schon bei den Stewards, um den Wechsel anzumelden", berichtet Chefingenieur Alan Permane.

Doch im Qualifying biss Kimi die Zähne zusammen: "Es hat immer noch stark wehgetan. Viel mehr war nicht drin, wenn man die Umstände bedenkt", begründete Kimi den enttäuschenden 13. Startplatz.

Nach dem Qualifying gab es die wildesten Gerüchte, was zu den Schmerzen des Weltmeisters von 2007 führte. Die RTL-Experten wollten gehört haben, dass der Finne eine Treppe heruntergestürzt sei. Andere behaupteten, der Pilot habe sich einen Nerv eingequetscht. Doch das Problem trat nicht erst in Singapur auf.

Ursache liegt 12 Jahre zurück

"Das kommt bei Kimi öfter vor", erklärt Permane. "Manchmal kommt er sogar mit Rückenschmerzen zu einem Rennen. Die gehen durch das Fahren sogar häufig weg, vor allem wenn ein Kurs schnelle Kurven hat. Manchmal treten sie aber auch erst auf, wie hier mit den vielen Bodenwellen."

Der Grund für das chronische Rückenleiden ist ein Unfall vor 12 Jahren in Magny Cours. Am 7. September 2001 um 10.15 Uhr war Räikkönen bei einem Test im Sauber C20 in der L'Ecole-Kurve von der Strecke geflogen und heftig eingeschlagen. Immer noch kämpft der Finne mit den Spätfolgen. "Es ist nicht das erste Mal, dass ich mit diesem Problem fahren muss und wahrscheinlich auch nicht das letzte Mal. Aber ich stehe am Start und wir werden versuchen das Bestmögliche herauszuholen."

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