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Räikkönen & Grosjean

Lotus verliert die Bodenhaftung

Der Lotus E20 war die ganze Saison lang eines der konstantesten Autos. Mit der winkligen Strecke in Singapur kommt der schwarz-goldene Renner aber gar nicht zurecht. Romain Grosjean kämpfte sich mit Mühe auf Rang acht. Kimi Räikkönen geht nur von Startplatz zwölf ins Rennen.

Die Stimmung von Kimi Räikkönen war nach dem Qualifying von Singapur im Keller. "Ich weiß nicht, was los war", grummelte der Finne angesäuert. "Ich hatte mit den Reifen überhaupt keinen Grip. Im Q2 war ich mit gebrauchten Reifen schneller als mit neuen." Nach zehn Rennen in den Top Ten muss der Iceman in der tropischen Hitze von Singapur kämpfen, um die Punkte-Serie am Leben zu halten.

Schon am Freitag hatte es schlecht ausgesehen. Zwei Sekunden hatten nach Analyse Räikkönens gefehlt. Doch im dritten Training gab Kimi mit Rang fünf plötzlich ein Lebenszeichen von sich. "Das Auto war deutlich besser als gestern. Im Qualifying lief es dann aber wieder gar nicht", schüttelte er den Kopf und verzog die Mundwinkel.

Dunkelheit wirft Lotus aus der Bahn

Bei Lotus ist man ratlos. Möglicherweise ist die etwas gesunkene Asphalttemperatur verantwortlich für den Mangel an Grip. Nach Sonnenuntergang kühlt die Strecke im Stadtstaat immer etwas ab. Das war offenbar genug, um die Autos aus der Balance zu bringen. Im Titelkampf droht ein heftiger Rückschlag für den WM-Dritten Räikkönen.

Auch Romain Grosjean war nicht zufrieden, obwohl der Franzose wenigstens in die letzte Quali-Runde kam und das Rennen aus der vierten Reihe startet. "Ich hatte einfach zu viel durchdrehende Hinterreifen. Im Q3 konnte sich alle anderen verbessern. Wir nicht. Ich weiß nicht, was die anderen verändert haben."

Lotus fällt aus Favoritenrolle

Grosjean touchierte im Q2 sogar die Mauer, konnte aber weiterfahren. "Das war der glücklichste Moment meines Qualifyings." Platz acht war am Ende aber deutlich unter den Erwartungen. "Viele haben uns hier als Favoriten gesehen. Jetzt müssen wir analysieren, warum wir so hart kämpfen müssen."

Grosjean weiß noch nicht, was vom Rennen zu erwarten ist. "Wir haben uns noch nicht entschieden, ob wir zwei oder drei Stopps machen. Das wichtige ist, die Hinterreifen kühl zu halten. Sobald sie überhitzen kann man nichts mehr machen. In der GP2 hat man gesehen, dass einige Autos plötzlich sieben Zehntel langsamer wurden."

Grosjean will die Nerven behalten

Ein Fragezeichen schwebt auch noch über den harten Gummis. "Meine Pace mit den Softs war zu Beginn des Qualifyings drei Sekunden langsamer als mit den Supersoft. Das ist seltsam. Die Balance ist okay, wir sind einfach zu langsam. Vielleicht war es auch nur ein schlechter Satz Reifen."

Nach seiner Sperre von Monza hofft Grosjean, dass der Start ohne Zwischenfälle abläuft. "Ich bin nicht besonders nervös. Ich hoffe, dass ich gut von der Linie komme. Dann sollte es schon passen."

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