Kimi Räikkönen - Alfa Romeo - Formel 1 xpb
Kimi Räikkönen - GP Portugal - Formel 1 - 2. Mai 2021
2006 Räikkönen Iceman GP Monaco
Kimi Räikkönen 2000 Sauber
Kimi Räikkönen 2001 Sauber GP Australien 110 Bilder

Räikkönen : "Formel 1 war nie das Wichtigste"

Räikkönens Formel-1-Abschied „War nie das Wichtigste im Leben“

GP Abu Dhabi 2021

Kimi Räikkönen bestreitet in Abu Dhabi seinen 350. und damit letzten Grand Prix seiner Karriere. So richtig wehmütig ist der Iceman aber nicht. Er freut sich vor allem auf ein weniger hektisches Leben.

Es ist wieder mal ein echter Kimi. Räikkönen soll bei der offiziellen Pressekonferenz am Donnerstag in Abu Dhabi den Journalisten ein letztes Mal Fragen beantworten. Und was macht der Finne? Kommt einfach mal fünf Minuten zu spät und lässt Williams-Pilot George Russell plaudern.

Räikkönen nicht emotional

Es ist schließlich kein Geheimnis, dass der Iceman überhaupt keine Lust auf die Presse hat. Er ist und bleibt eben der Mann der kargen Worte und setzt zum Grande Finale noch einmal ein deutliches Zeichen. Sozusagen ein Abschiedsgeschenk für die Journalisten.

Wer glaubt, der Mann, der über 20 Jahre in der Formel 1 verbrachte, werde auf seine alten Tage beim letzten Rennen noch wehmütig, täuscht sich. Sei es nur die Rolle des Iceman, die er spielt, oder sein tatsächliches Empfinden – er bringt es recht deutlich auf den Punkt: "Ich bezweifle, dass ich emotional werde. Aber man weiß nie."

Kimi Räikkönen - Alfa Sauber - Formel 1 - GP Abu Dhabi - 9. Dezember 2021
ams
Das Team würdigt Kimi Räikkönen mit einem speziellen Dankeschön an den Stellwänden vor der Garage.

20 Jahre Formel 1

Es ist tatsächlich erstaunlich, wie abgebrüht Räikkönen sein Karriereende sieht, aber vielleicht ist er auch einfach nur müde. Von 350 Rennen und über 20 Jahren, die er sozusagen permanent auf Weltreise war. Seinen ersten Grand Prix bestritt er 2001 in Australien für Sauber.

Es folgten Stationen bei McLaren, der Titelgewinn 2007 bei Ferrari, sein Ausflug in die Rallye-WM, das Formel 1-Comeback 2012 mit Lotus, die Rückkehr zu Ferrari und schließlich das Karriere-Ende bei Alfa Romeo. Und hier schließt sich wieder der Kreis.

"Ich habe einen Großteil meines Lebens in der Formel 1 verbracht. Ich weiß nicht, ob das gut oder schlecht ist. Aber es war nie das Wichtigste in meinem Leben. Und ich freue mich darauf, nicht mehr so einen hektischen Zeitplan zu haben", sagt der 42-Jährige, der seine Frau Minttu und seine beiden Kinder mit nach Abu Dhabi gebracht hat.

Kimi Räikkönen - Minttu Räikkönen - Formel 1 - GP Aserbaidschan - 27. April 2018
xpb.cc
Kimi Räikkönens Frau Minttu war schon in Ferrari-Tagen oft mit ihm Fahrerlager.

"Sicher ist meine Frau jetzt etwas emotionaler als ich. Meine Kinder verstehen es wahrscheinlich noch nicht. Die sind einfach nur froh, im Warmen am Pool zu sein. Es ist schön, dass sie hier sind." Die Entscheidung, seine Karriere zu beenden, habe er aber ganz allein getroffen. Da habe seine Familie nicht mitgeredet. Schließlich werde er außerdem nicht jünger, so Räikkönen.

Dass seine Fans ihn in naher Zukunft in einer anderen Rolle in der Formel 1 sehen, ist eher unwahrscheinlich. Und auch über andere Motorsport-Engagements in anderen Serien hat er sich noch keine Gedanken gemacht. "Wenn es etwas Interessantes gibt und es Sinn macht, dann kommt das vielleicht in Frage", sagt Räikkönen. "Aber gerade will ich keine Pläne machen." Selbst wenn er welche hätte – er würde sie vermutlich keinem Journalisten verraten.

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