Räikkönen verlässt Ferrari

Iceman wechselt zu Sauber

Kimi Räikkönen - GP Deutschland 2018 Foto: xpb 107 Bilder

Kimi Räikkönen wird 2019 nicht an der Seite von Sebastian Vettel bei Ferrari fahren. Der Iceman wird zu Sauber wechseln und dort neuer Teamkollege von Marcus Ericsson. Im Gegenzug wechselt Charles Leclerc zur Scuderia.

Schon beim Rennwochenende in Monza hatten sich die Gerüchte verdichtet, dass Kimi Räikkönen in der kommenden Saison nicht mehr bei Ferrari fahren wird. Noch unter dem alten Ferrari-Präsident Sergio Marchionne hatte Nachwuchsmann Charles Leclerc einen Vertrag unterschrieben, der ihm den begehrten Stammplatz neben Sebastian Vettel zusichert.

Die Frage lautete nur noch, wie Ferrari seinen Weltmeister von 2007 würdig verabschieden kann. Die Frage wurde am Dienstag (11.9.2018) beantwortet: „Die Scuderia Ferrari gibt bekannt, dass Kimi Räikkönen am Ende der Saison 2018 von seiner aktuellen Position zurücktreten wird“, heißt es in einer offiziellen Pressemitteilung, die von Teamchef Maurizio Arrivabene unterschrieben ist.

Raikkönen kommt Rausschmiss zuvor

Räikkönen & Zehnder - Formel 1 - 2018 Foto: sutton-images.com
Räikkönen wechselt zu Sauber. Damit schließt sich der Kreis.

Rücktritt vor Rausschmiss also. Das Ergebnis ist das Gleiche. Doch Räikkönen hat bereits eine neue Beschäftigung gefunden. Der Weltmeister von 2007 unterschrieb einen Vertrag bei Sauber für die kommenden zwei Jahre. Das schließt wiederum die Tür für Ferrari-Junior Antonio Giovinazzi. Beim Schweizer Rennstall hatte Räikkönen 2001 seine Formel 1-Laufbahn begonnen. Nun schließt sich der Kreis also.

Nach 144 Rennen in acht Formel-1-Saisons für Ferrari gab es für Räikkönen immerhin noch ein paar nette Worte von seinem aktuellen Arbeitgeber: „Der Beitrag von Kimi ans Team über all diese Jahre, sowohl aus fahrerischer wie aus menschlicher Sicht, waren von grundlegender Bedeutung. Er hat eine entscheidende Rolle in der Entwicklung des Rennstalls gespielt und war gleichzeitig immer ein großartiger Team-Player. Als Weltmeister für die Scuderia Ferrari wird er immer ein großer Teil der Geschichte des Teams und unserer Familie sein. Wir danken Kimi für all das und wünschen ihm und seiner Familie eine erfolgreiche Zukunft.“

Leclerc neuer Vettel-Teamkollege

Der „Iceman“ kann auf eine beeindruckende Karriere zurückblicken. Er steht aktuell bei 285. Starts in der Königsklasse. Nur Barrichello, Schumacher, Button und Alonso haben mehr. Auch mit der die Anzahl an Siegen (20), Podiumsplätzen (100) und schnellsten Rennrunden (46) liegt der 38-Jährige aus Espoo ganz weit vorne in den Ranglisten.

Für seinen Nachfolger Charles Leclerc wird es nicht einfach sein, in die großen Fußstapfen zu treten. Und auch Sebastian Vettel wird sich erst einmal umgewöhnen müssen. Mit Räikkönen hatte er immer einen verlässlichen Teamkollegen, der dem Heppenheimer in den vier gemeinsamen Jahren ohne Tricks und politische Spiele loyal zur Seite stand. Im Gegenzug war Vettel immer einer der großen Fürsprecher, wenn es um die Vertragsverlängerungen ging. Doch nun konnte offenbar auch Vettel nicht mehr helfen.

In unserer Fotoshow zeigen wir noch einmal die Highlights aus der Karriere von Kimi Räikkönen.

Neuester Kommentar

Das müssen bei F1-hardcore und donington93 schon extreme Schmerzen sein, dass sie in romantischem Weinen sich nun einträchtig vereinen.
Es ist für die beiden schwer zu ertragen, dass ihre Idole FA, KR,... doch nicht so grandios sind, dass sie in den letzten Jahren noch viele F1 Rennen gewonnen haben oder zukünftig gewinnen werden.
Und dass ein deutscher Fahrer ein F1 Auto zur Wettbewerbsfähigkeit mit weiter entwickeln kann und mit diesem auch noch extrem schnell fahren kann, wollen sie partout nicht wahr haben.
Sind die genannten beiden evtl. die gleiche Person? Mein Eindruck ist, dass SIE die wahren Stümper und Tölpel sind.

Auto_MG 13. September 2018, 07:09 Uhr
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