Kleine Fortschritte im Formel 1-Plan

In zwei Schritten auf 150 Millionen Dollar

Chase Carey - Ross Brawn - Formel 1 - GP Monaco 2018 Foto: xpb 113 Bilder

Am Freitag vor dem GP Monaco trafen sich das Formel 1-Management und die Teamchefs zum zweiten Mal zum Thema 2021. Beim Motor ist eine Einigung nah. Der Budgetdeckel von 150 Millionen Dollar soll kommen. Aber mit zwei Jahren Verspätung. Ab 2021 werden die Budgets in zwei Schritten reduziert.

Treffpunkt Monte Carlo, Freitag den 25. Mai, 11 Uhr im Paddock Club hinter der Rascasse-Kurve. Die Formel 1-Chefs Chase Carey und Ross Brawn haben die Teams zum zweiten Mal nach Bahrain zu einem Treffen eingeladen, um über die Zukunft der Königsklasse zu sprechen. Diesmal war auch FIA-Präsident Jean Todt dabei. Das F1-Management wollte die Teams auf den letzten Stand der Planung bringen und die Ergebnisse der Einzelgespräche mit den einzelnen Rennställen präsentieren. Resümee eines Teilnehmers: „Es blieb ruhig, gab allerdings auch nicht viel Neues.“

In drei Abschnitten wurde über die Finanzen, die künftige Entscheidungsfindung und über die Technik referiert. Das F1-Management hält weiter an seinem Plan fest, den Teams einen Kostendeckel von 150 Millionen Dollar zu verpassen. Allerdings soll den großen Teams mehr Zeit gegeben werden, sich gesundzuschrumpfen. 2020 soll ein Testjahr werden. Man will prüfen, ob sich die Ausgaben der Teams kontrollieren lassen. Von 2021 bis 2023 werden die Kosten in zwei Schritten auf den Endbetrag von 150 Millionen Dollar gesenkt.

Motoreglement soll Ende Juni stehen

Das soll den Teams den Wind aus den Segeln nehmen, die behaupten, sie könnten nicht von einem Jahr auf das andere so viele Arbeitsplätze abbauen. Es soll auch den Teams die Zeit geben, die jetzt schon Pläne haben, sich neu zu organisieren um ihre Angestellten im Geschäft zu halten. Wie zum Beispiel McLaren. Der zweitälteste Formel 1-Rennstall will schon nächstes Jahr in die IndyCar-Serie einsteigen. Zunächst im Rahmen einer Partnerschaft mit einem bestehenden Team. Ab 2021 mit einer selbständigen Truppe. McLaren denkt auch über ein Team für die Langstrecken-WM (WEC) nach. Die FIA und der ACO wollen im Juni das Reglement für die Zeit nach 2020 präsentieren.

Beim Motor herrscht weitgehend Einigkeit. Allerdings wurde die Frist eines endgültigen Beschlusses erneut um einen Monat vertagt. Jean Todt legte sie auf Ende Juni fest. Die MGU-H verschwindet. Die FIA würde gerne durchsetzen, dass die bereits in der Formel 1 vertretenen Hersteller Neueinsteigern ihr Ers-System zum Kauf anbieten, um den Einstieg zu erleichtern. Da sich die Rekuperation dann nur noch auf die MGU-K bezieht, wird die Technik auch einfacher sein.

Ross Brawn erklärte den Teamchefs, dass man an dem Plan festhalten will, die Formel 1 auf 18 Zoll-Räder zu stellen. Die Aerodynamik wird vereinfacht. Die neuen Flügel-Regeln sind ein erster Schritt dazu. Experten schätzen, dass die 2019er Frontflügel den Entwicklungsaufwand und die Kosten in diesem Bereich um 75 Prozent reduzieren. Gleichteile bei Elementen, die kaum Einfluss auf die Rundenzeit haben, sind weitere Kostendrücker. Zum Beispiel einheitliche Getriebeinnereien. Nur noch das Gehäuse soll frei sein.

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