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Kleinkarrierter Protest von Toyota

Mit einem Protest bei der Rennleitung sorgte Toyota nach dem Rennen für Verwunderung und Unverständnis - vor allem weil die Japaner von einem erfolgreichen Einspruch gar nicht profitiert hätten.

Zwei Stunden und 20 Minuten nach dem Endes des Rennens erklärten die Sportkommissare Morrie Chandler, Hermann Tomczyk und Harold Netto das Ergebnis des GP Singapur für offiziell. Der Einspruch von Toyota gegen Toro Rosso wurde um 20 Minuten nach Mitternacht Ortszeit nach Einvernahme aller Zeugen als unbegründet abgewiesen.

Toyota hatte seinem Mitbewerber vorgeworfen, Sebastian Vettel beim ersten Tankstopp ohne Rücksicht auf den Verkehr in der Boxengasse losgeschickt zu haben. Vettel mogelte sich dadurch zwischen den McLaren von Lewis Hamilton und den Toyota von Timo Glock. Die Position hatte er schon vor dem Massen-Boxenstopp in der Safety-Car-Phase belegt.

Hat Toyota Angst vor Toro Rosso?

Der Protest von Toyota war kleinkariert, weil Vettel im Ziel ohnehin hinter Toyota-Pilot Glock lag. Von einer 25-Sekunden-Strafe für Vettel hätten Heidfeld, Coulthard, Nakajima, Button, Kovalainen, Kubica, Bourdais und Massa profitiert, aber kein Toyota. Jarno Trulli war mit Hydraulikdefekt bereits ausgeschieden. Das stellt man sich die Frage, was die Toyota-Chefs John Howett und Tadeashi Yamashina mit ihrer Rechthaberei bezwecken wollten. 

Hat Toyota etwa vor Toro Rosso Angst? Der kleine italienische Rennstall liegt drei Rennen vor Schluss in der Gesamtwertung der Konstrukteurs-WM 15 Punkte zurück. Sebastian Vettel konnte über soviel Kurzsichtigkeit nur lachen. "Das ist ungefähr so, als würden wir im Training gegen eine Force India-Fahrer protestieren. Was wäre da gewonnen, wenn der sowieso hinter uns steht?"

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