Zwei Kollisionen in Kanada

Niki Lauda attackiert Hamilton

Lewis Hamilton Foto: xpb 51 Bilder

Nach seinen beiden Crashs in Monaco musste Lewis Hamilton viel Kritik einstecken. In Montreal leistete sich der McLaren-Pilot schon wieder zwei Kollisionen – in nur sieben Runden.

Lewis Hamilton hat momentan nicht gerade einen Lauf. In Monaco legte er sich mit der Konkurrenz und der Rennleitung an und erntete viel Kritik für seine offensive Fahrweise und seine unglücklichen Äußerungen danach. Damals wusste der McLaren-Pilot nicht, dass es in Montreal noch dicker kommen sollte.

Erste Kollision mit Webber

Nach dem sechsten Platz in Monaco war in Kanada schon nach sieben Runden Schluss. Bereits beim Start nach vier Umläufen hinter dem Safety-Car hatte der Engländer den Red Bull von Mark Webber gedreht. Das zu gewagte Überholmanöver von Hamilton warf seinen australischen Konkurrenten auf Rang 14 zurück.

"Die Bedingungen waren tückisch. Ich war innen neben Mark und habe versucht zu überholen. Dabei hatte ich ein wenig Untersteuern und dann sind wir kollidiert. Das war sicher keine Absicht", versuchte Hamilton die Berührung zu entschuldigen. Die Rennleitung kündigte eine Untersuchung an. Zu einer Strafe kam es aber nicht mehr.

Hamilton legt sich mit Button an

Hamilton kam einem Urteil zuvor und bestrafte sich wenig später selbst. Nur drei Runden nach dem Webber-Zwischenfall geriet er mit seinem McLaren-Teamkollegen Jenson Button aneinander. Auf der Zielgeraden kam es zur folgenschweren Berührung. Hamilton touchierte die Mauer und musste aufgeben. Button konnte weiterfahren.

Auch im Fall Button hatte der Weltmeister von 2008 eine Erklärung parat. "Jenson hat in der letzten Kurve etwas zu spät gebremst und ich habe besser auf der Geraden beschleunigen können. Ich war schon halb vorbei und dann zog er rüber. Ich hatte keine Chance mehr auszuweichen. Da war nur die Mauer."

Hamilton: "Keine Absicht von Button"

Button beklagte sich über Funk bei seinem Team über die Fahrweise seines Teamkollegen. Hamilton selbst wollte Button aber keine Absicht unterstellen: "Ich weiß nicht, ob er mich nicht gesehen hat. Ich kenne ihn ganz gut. Ich glaube nicht, dass er das absichtlich gemacht hat. Wir hatten noch Glück, dass wir nicht beide draußen sind."

Hamilton versuchte seinen demolierten McLaren noch an die Box zurückzuschleppen, doch das Team wies ihn über Funk an, das Auto abzustellen. "Sie haben gedacht, die Aufhängung sei gebrochen. Aber das war nicht der Fall. Der Reifen war nur hinüber."

Fittipaldi und Lauda üben Kritik

Schon vor dem Rennen hatte der zweifache Ex-Weltmeister Emerson Fittipaldi Hamilton vorgeworfen, zu aggressiv in die Zweikämpfe zu gehen. "Man kann hart fahren, aber man muss die anderen respektieren", erklärte der Altmeister, der in Montreal als Fahrerberater in der Rennleitung sitzt.

Auch Niki Lauda ließ keine gutes Haar am 26-jährigen Briten. "Was Hamilton aufführt, geht über alle Grenzen hinaus. Der ist komplett wahnsinnig", erklärte der RTL-Experte nach den beiden Kanada-Zwischenfällen. "Wenn die FIA ihn jetzt nicht bestraft, verstehe ich die Welt nicht mehr. Irgendwo hört der Spaß auf. So kann man nicht fahren, da kann es Tote geben."

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