Max Verstappen - Red Bull - Formel 1 - GP USA - Austin - 21. Oktober 2016 sutton-images.com
Valtteri Bottas - Williams - Formel 1 - GP USA - Austin - 21. Oktober 2016
Nico Hülkenberg - Force India - Formel 1 - GP USA - Austin - 21. Oktober 2016
Daniel Ricciardo - Red Bull - Formel 1 - GP USA - Austin - 21. Oktober 2016
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Kompromiss im Teststreit

Die Angst vor Technik-Tricks

Die Wintertests finden in Barcelona statt. Dafür werden die Testfahrten unter der Saison nun schon nach dem GP Bahrain beginnen. Immer mehr wird deutlich, dass die Standortfrage von der Angst getrieben war, der Gegner könnte eine bestimmte Strecke favorisieren, um Technik-Tricks zu testen.

Der Teststreit ist entschieden. Drei Wochen lang war die Formel 1 in zwei Lager gespalten. Mercedes favorisierte Bahrain für die Wintertestfahrten, die am 27. Februar 2017 beginnen. Red Bull wollte partout in Barcelona testen. Der eine führte die bessere Aussagekraft für die Reifen im heißen Bahrain ins Feld, der andere die geringeren Kosten und die einfachere Logistik im nahen Barcelona.

Bernie Ecclestone mahnte die Teams zur Vernunft. Die Regeln verbieten einen gesplitteten Test an beiden Standorten, und die Mehrheit der Teams wollte ihre neuen Autos eineinhalb Flugstunden von ihrem Basislager ausprobieren. „Viele Leute haben vergessen, wofür die Wintertests da sind. Es geht nicht um Reifen, sondern um die neuen Autos. Pirelli kann sich nicht beklagen. Wir haben alles bereitgestellt, was sie von uns verlangt haben“, erklärt Force India-Teamchef Bob Fernley.

Barcelona ist das ideale Testlabor für Aero-Tricks

Tatsächlich ging es im Glaubenskrieg zwischen Mercedes und Red Bull nicht nur um Reifendaten, Kosten und Logistik. Das Duell der beiden Hauptdarsteller für 2017 hat bereits jetzt begonnen. Die beiden Teams belauern sich gegenseitig. Keiner gönnt dem anderen auch nur den geringsten Vorteil. Und jedem war schnell klar, dass bei der Standortfrage ganz andere Dinge eine Rolle spielen könnten.

Beide vermuten, dass der andere wenigstens einen technischen Trick auspackt, der eine ganz bestimmte Strecke verlangt, um ihn optimal zu testen. Red Bull steht im Verdacht, mit einem extralangen Radstand sich den entscheidenden aerodynamischen Vorteil zu verschaffen.

Welche Strecke hat für die Aerodynamik die größte Aussagekraft? Richtig, Barcelona. Dazu kommt, dass Red Bull bei den Wintertests traditionell jeden Tag neue, last-minute gefertigte Teile nachschiebt. Das geht bei 1.400 Kilometer Entfernung nach Barcelona leichter als bei 5.100 Kilometern an den Arabischen Golf.

Außerdem weiß Mercedes, dass Red Bull den besten Simulator im Feld hat. Die 360 Grad-Anlage ist an einen Prüfstand gekoppelt, auf dem das ganze Auto getestet wird, als befände es sich auf der Rennstrecke. Red Bull kann mit ein paar Regentagen in Barcelona locker leben. Weil sie beliebig viel im Labor testen können.

Kommt Mercedes mit einem revolutionären Kühlpaket?

Red Bull vermutet, dass Mercedes für nächstes Jahr ein extra kompaktes Kühlpaket entwickelt hat, um den Luftwiderstand zu reduzieren. Was bei den 20 Zentimeter breiteren Autos ein entscheidender Punkt wäre. Wer mit der Kühlung experimentieren will, fährt lieber bei 30 Grad in Bahrain als bei 20 Grad in Barcelona.

Die Mercedes-Ingenieure bestreiten, dass auf diesem Gebiet eine Revolution zu erwarten ist. Weil das Reglement in puncto Aerodynamik so viele Freiheiten bietet, dass man auch anderweitig effizienten Abtrieb produzieren kann. Und weil die Breite über die Hinterreifen nun mal 2 Meter beträgt. Egal wie schlank die Seitenkästen werden, die Hinterreifen stehen ungünstig im Wind.

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