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Die 4 Kontroversen von Austin

Warum kommt Alonso immer davon?

Felipe Massa ärgert sich darüber, dass Fernando Alonso bei dem Überholmanöver in Austin ungestraft davonkam. Filmaufnahmen geben jedoch Alonso Recht. Sie zeigen auch, warum Alonso im Duell gegen Carlos Sainz ohne Strafe blieb, Kevin Magnussen für das scheinbar gleiche Manöver 5 Sekunden einsteckte.

Der GP USA in Austin war reich an Zwischenfällen. Die meisten gingen aber unter. Die Boxenpannen von Max Verstappen und Kimi Räikkönen machten die Schlagzeilen. Bei den 4 Duellen im Mittelfeld mussten die Sportkommissare ran. Sie entschieden sich zwei Mal für Strafe und zwei Mal für laufen lassen. Die FIA sammelt die kontroversen Szenen auf ihrem Server, um sie später auszuwerten. Diesmal muss man sagen: Die Sportkommissare lagen jedes Mal richtig.

Das größte Aufsehen erregte die Kollision von Fernando Alonso und Felipe Massa in Kurve 16. Dabei war sie der einfachste der vier Fälle. Alonso hatte die Nase seines McLaren schon vorne, als Massa einlenkte. „Felipe fuhr die Kurve davor viel zu weit an, öffnete die Tür für Alonso und wusste gar nicht, dass der McLaren da war. Als er ihn sah, hat er eingelenkt. Er ist in Alonso gefahren und nicht umgekehrt“, urteilten die Schiedsrichter.

Alonso fährt nur deshalb geradeaus weiter, weil er sicherstellen wollte, dass bei der Kollision die Vorderräder geradestehen. Eingeschlagen knicken sie viel schneller ab. Was wieder einmal zeigt, wie clever der Spanier ist. Der Großteil im Fahrerlager begrüßt es, dass es in dieser Szene keine Strafe gab. „Wenn das nicht mehr erlaubt sein soll, schalten die Zuschauer endgültig ab“, sagt Force India-Teammanager Andy Stevenson.

Alonso bekommt Freispruch, Magnussen eine Strafe

Viel kritischer bewerteten die Sportkommissare das Überholmanöver von Alonso 5 Runden später. Alonso gerät beim Ausbremsen von Carlos Sainz am Ende der langen Geraden mit allen 4 Rädern neben die Strecke und schafft es, gerade noch vor dem Toro Rosso wieder einzuscheren. Der Spanier ging erneut straffrei aus. Was Massa in einem Zitat bei den Kollegen von motorsport.com vermuten ließ: „Fernando muss Freunde unter den Kommissaren haben.“

Auch Renault beschwerte sich. Kevin Magnussen hatte an der gleichen Stelle Daniil Kvyat überholt, war ebenfalls mit voller Wagenbreite neben die Strecke geraten und kassierte dafür 5 Strafsekunden. „Warum wird Kevin bestraft und Fernando nicht?“, fragte Renault-Einsatzleiter Alan Permane FIA-Rennleiter Charlie Whiting 3 Tage später in Mexiko.

Whiting zeigt uns anhand von TV-Aufnahmen aus allen Blickwinkeln und GPS-Daten, wieso es zu den unterschiedlichen Beurteilungen kam. Alonso ist bereits klar vor Sainz, als er 13 Meter später als sonst Kurve 12 anbremst. Der McLaren überschießt den Scheitelpunkt, hat dort aber exakt 12 Meter Vorsprung vor dem Toro Rosso.

Als Alonso nach seiner Exkursion in die Auslaufzone wieder auf die Strecke zurückkommt, hängt ihm Sainz im Genick. „Er hatte also keinen Vorteil durch die weite Linie, sondern Vorsprung auf Sainz verloren“, erklärt Whiting.

Toro Rosso warnt Fahrer nicht vor Rückenwind

Dann wird die Szene mit Magnussen und Kvyat eingespielt. Am Scheitelpunkt von Kurve 12 befindet sich die Nase des Toro Rosso gut einen Meter vor der des Renault. Magnussen ist ebenfalls spät auf der Bremse, macht aber aus der Not eine Tugend, indem er absichtlich eine weite Linie nimmt und dabei Schwung holt, um vor Kurve 13 vor dem Toro Rosso einzuscheren. Also ein eindeutiger Vorteil durch Verlassen der Strecke.

Auch Daniil Kvyat bekam eine Zeitstrafe. Weil er in der ersten Runde vor der Haarnadel Sergio Perez umdrehte. Kvyat monierte, Perez hätte beim Bremsen die Spur gewechselt. Die Sportkommissare belehrten ihn, dass Perez auf dem Weg zur Haarnadel kontinuierlich nach innen auf den Scheitelpunkt zufährt. Kvyat wurde also nicht überrascht.

Stevenson erklärt, warum es überhaupt zur Kollision kam: „In der ersten Kurve herrschte auf der Anfahrt zur Haarnadel starker Rückenwind. Wir haben Checo davor gewarnt und ihm gesagt, dass er früher bremsen und die Innenspur abdecken soll. Die Toro Rosso-Piloten haben davon offenbar nichts gewusst. Kvyat und Sainz haben sich beide an der gleichen Stelle verbremst.“

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