Alex Albon - GP Belgien 2019 Motorsport Images
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Kritische Worte vom Ex-Teamkollegen

Kvyat wenig beeindruckt von Albon

Der tolle fünfte Platz von Alexander Albon beim Red-Bull-Debüt in Spa war natürlich auch in Monza noch ein Thema. Nur sein ehemaliger Teamkollege Daniil Kvyat sah keinen Grund dafür, die Leistung des Thailänders zu loben.

Alexander Albon hat ein paar aufregende Wochen hinter sich. Nach nur zwölf Rennen in der Formel 1 wurde der Rookie von Toro Rosso zum Top-Team Red Bull befördert. Beim ersten Auftritt im neuen Dienstwagen nach der Sommerpause in Spa musste der Youngster allerdings wegen einer Motorstrafe von Platz 17 losfahren. Doch mit einem beeindruckenden Schlussspurt wurde es am Ende ein toller fünfter Platz.

Der Pilot selbst gab sich vier Tage danach in Monza bescheiden: „Ich habe mich ja das ganze Wochenende auf das Rennen vorbereitet. Deshalb musste es ja fast ein gutes Rennen werden. Es war aber nicht so einfach, sich an den Red Bull zu gewöhnen. Im Vergleich zum Toro Rosso ist der Unterschied schon ziemlich groß. Da muss man sich anpassen und auch den Fahrstil leicht verändern.“

Mit den Medium-Reifen zu Beginn des Rennens hatte Albon noch zu kämpfen. „Ich habe mir schon leichte Sorgen gemacht, weil nichts voranging“, erklärte der Red-Bull-Debütant. Doch am Ende ging mit den Soft-Gummis doch noch ordentlich die Post ab und das Auto mit der Startnummer 23 machte Position um Position gut.

Daniil Kvyat - GP Belgien 2019
Motorsport Images
Zu Beginn des Rennens musste sich Red-Bull-Debütant Albon lange hinter Kvyat anstellen.

Grenzwertige Verteidigung von Perez

In der letzten Runde schnappte sich Albon mit einem riskanten Manöver auch noch den Racing Point von Sergio Perez. Der Mexikaner machte auf der langen Geraden die Innenbahn zu, als sein Gegner schon neben ihm lag. Albon musste aufs Gras ausweichen, kam aber trotzdem vorbei.

„Ich wusste, dass es nicht einfach wird, ihn zu überholen. Es war die letzte Runde. Es war klar, dass er aggressiv verteidigen würde. Das Manöver war grenzwertig, aber am Ende ist ja zum Glück nichts passiert.“ Die FIA-Kommissare untersuchten die Aktion nach dem Rennen, verzichteten aber auf eine Strafe.

Perez sah ebenfalls nichts Schlimmes in seiner Verteidigung. „Wir haben uns schon in der Bus-Stop-Schikane duelliert. Er hat mir keinen Platz gelassen, da musste ich die Schikane abkürzen. In der Haarnadel wollten wir beide clever sein und dem anderen den Vortritt lassen, um keinen Windschatten zu geben. Ich habe so getan, als würde ich ihn vorbeilassen. Aber er wollte nicht. Dann ist er mit DRS an mir vorbeigefahren. Ich hatte mit meinen alten Reifen keine Chance.“

Sowohl Teamchef Christian Horner als auch Red Bull-Sportchef Helmut Marko fanden nach dem Rennen lobende Worte. Nur Daniil Kvyat zeigte sich nicht beeindruckt, als er in Monza auf die Leistung seines Ex-Teamkollegen angesprochen wurde: „Am Anfang des Rennens lag ich 36 Runden vor ihm. Und er fährt in einem Red Bull. In einem Toro Rosso wäre das eine gute Leistung, aber er saß in einem Red Bull.“

Alex Albon - GP Italien 2019
Motorsport Images
In Monza kann Albon zeigen, was er im Qualifying drauf hat.

Verstappen beklagt Start-Probleme

Kvyat selbst kam immerhin auf Rang sieben ins Ziel. Da gab es eigentlich keinen Grund, die beleidigte Leberwurst zu spielen. Mehr Grund zum Ärger hätte da schon Max Verstappen. Für die Red-Bull-Speerspitze war bereits nach wenigen Metern Schluss. Bei der Kollision mit Kimi Räikkönen in der Haarnadel hatte sich der Holländer die Spurstange angeknackst.

„Durch die Kompression in der Eau Rouge ist sie dann komplett gebrochen. Ich habe direkt gebremst, konnte das Auto aber nicht mehr vor der Bande zum Stehen bringen“, erklärt der Unfallpilot. Verstappen grübelte weniger über die Kollision als über den schlechten Start zuvor, der ihn überhaupt erst hinter Räikkönen brachte.

„Wenn wir letztes Jahr einen schlechten Start hatten, dann habe ich dabei keine Positionen verloren. Mit einem guten Start habe ich sogar Positionen gewonnen. Dieses Jahr behalte ich meine Position bei einem guten Start und verliere Plätze, wenn es nicht optimal läuft“, analysiert der Youngster die Situation.

Max Verstappen - GP Belgien 2019
Jerry André
Verstappen krachte nach der Kollision mit Räikkönen in die Bande. Auslöser für das Duell mit dem Finnen war ein schlechter Start.

Hilft Red Bull der Regen in Monza?

Schon in Spielberg wurde der spätere Rennsieger auf den ersten Metern durchgereicht. Laut Verstappen liegt das Problem im Antrieb. „Ich möchte nicht zu sehr ins Detail gehen. Es liegt daran, wie der Motor das Drehmoment bereitstellt. Ich habe die Probleme vor allem in der Phase vom ersten bis zum zweiten Gang, obwohl ich als Fahrer nichts falsch mache.“

Alle Honda-Piloten werden in Monza erstmals mit der neuen Motoren-Ausbaustufe antreten. Verstappen hofft, dass damit die Startprobleme etwas kleiner werden. Die Strafe für den Antriebswechsel wirft ihn aber auf jeden Fall ans Ende des Feldes zurück. „In Monza kann man gut überholen. Ich denke mal, dass Platz fünf möglich ist. Und vielleicht regnet es ja. Dann sollten wir noch konkurrenzfähiger sein.“

Teamkollege Albon freut sich, dass er im Qualifying endlich mal sein ganzes Talent zeigen kann. In Belgien musste er im Q2 noch vorzeitig aufgeben, damit er am Start nicht alte Reifen aufziehen muss. „Das wird sicher cool, das Auto zum ersten Mal mit wenig Sprit ans Limit zu bringen. Gegen Regen im Rennen hätte ich auch nichts einzuwenden, auch wenn es das erste Mal wäre, dass ich dieses Auto bei Nässe fahre.“

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