Kubica hadert mit Shanghai-Ergebnis

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Obwohl Robert Kubica in Brasilien der besten Platzierung seiner Formel 1-Karriere entgegenfährt, ist er nicht ganz zufrieden. In China haderte er mit dem Auto und mit seinem Team.

Für den BMW-Piloten ist der klitzekleine Titeltraum nach dem Rennen in China ausgeträumt. Der WM-Dritte kam in Shanghai nie in Schwung. Das größte Problem lag in einem hartnäckigen Untersteuern, das erst verschwand, als man beim Boxenstopp die alten Vorderreifen am Auto ließ. Eine geringe Fehlerquote und Standfestigkeit können fehlenden Speed nicht auf Dauer ersetzen.

Keiner hat mehr Rennrunden zurückgelegt als die Fahrer der Truppe aus München und Hinwil. 2.056 gegen 1.957 von Ferrari und 1.936 von McLaren. Nur BMW ist bis jetzt mit null Defekten über die Runden gekommen. Kubica ist das nicht genug. Der Pole hätte gerne mit offenem Visier gegen Massa und Hamilton gekämpft. "Uns fehlen je nach Strecke drei bis sieben Zehntel pro Runde", mault er. "Und jetzt ist auch noch Renault an uns vorbeigezogen."

Auto stößt an die Grenzen

Unterschwellig wirft er BMW vor, nicht genügend für den WM-Titel getan zu haben. "Wer weiß, ob diese Chance je wieder kommt." Rampf widerspricht: "Es ist nicht so, dass wir die Entwicklung am F1.08 eingestellt hätten. Bis zum Schluss haben wir neue Teile im Windkanal ausprobiert. Aber sie haben weniger gebracht als erhofft. Vielleicht ist das Konzept des Autos an seine Grenze gestoßen."

Das Kubica-Lager vergiftete nach dem Rennen die Luft. Man war der Meinung, Nick Heidfeld hätte seinen fünften Rang an den Polen abtreten müssen. Um auf diese Weise den dritten WM-Platz für Robert Kubica zu sichern. Der steht sich oft selbst im Weg. Wenn es nicht nach Wunsch läuft, sieht er überall Gespenster. Heidfeld war in Shanghai vom ersten Tag an schneller. Für ihn ein weiterer Beweis, dass die Krise überwunden ist.

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