Schnelle Kurven fordern Fahrer

“Die beste Achterbahnfahrt überhaupt”

Lewis Hamilton - Mercedes - Formel 1 - GP England - 14. Juli 2017 Foto: sutton-images.com 87 Bilder

Am Trainingsfreitag haben die Formel 1-Piloten eine ersten Eindruck bekommen, was es heißt, mit der neuen Auto-Generation auf einem so schnellen Kurs wie Silverstone zu fahren. Das einstimmige Fazit: eine Sensation.

Wie oft haben wir in der vergangenen Saison gehört, dass den Formel 1-Piloten der Fahrspaß fehlt. In Silverstone kommen sie nun mit den neuen Autos, die über viel mehr Abtrieb verfügen, voll auf ihre Kosten. Die 5,891 Kilometer lange Strecke zeichnet sich durch ihre mittelschnellen und schnellen Kurven aus.

Schon im ersten Training hat Valtteri Bottas die Pole-Zeit von Lewis Hamilton aus 2016 (1.29,287 Minuten) um eine Zehntelsekunde unterboten, im zweiten Training fiel mit seiner Bestzeit von 1.28,496 Minuten die 1.29er Marke. Im Schnitt kann man mit einem Delta zwischen dem ersten Training und dem dritten Qualifying-Abschnitt von 2,3 Sekunden rechnen. Dann würden wir bei einer Rundenzeit von 1.26,8 Minuten landen. Bisher waren die Pole-Runden 2017 im Schnitt 5,8 km/h schneller als im Vorjahr. Die Durchschnittsgeschwindigkeiten liegen in Silverstone bei 238 km/h im Qualifying, werden also ansteigen.

Copse geht Vollgas

Sebastian Vettel - Ferrari - Formel 1 - GP England - 14. Juli 2017 Foto: sutton-images.com
Die Fahrer kamen wie hier Sebastian Vettel ans Limit.

Kein Wunder, dass die Fahrer durchweg begeistert sind. Sie freuen sich wie kleine Kinder. „Es fühlt sich an wie 2009. Copse geht wieder voll”, meint Sebastian Vettel. Diese Geschwindigkeit nehmen die Fahrer mit in die ebenfalls schnellen darauf folgenden Passagen wie Maggotts, Becketts, Chapel. Am Ende der Hangar-Geraden folgt dann Stowe, was volle Konzentration erfordert.

“Die Strecke ist absolut unglaublich mit diesen neuen Autos”, schwärmt Lewis Hamilton. „Es war ohnehin schon eine der besten Strecken der Welt, aber mit diesem Auto und diesen Geschwindigkeiten, die wir nun durch die Kurven mitnehmen können, ist es einfach phänomenal. Es ist die beste Achterbahnfahrt überhaupt.”

Ocon braucht Massage

Auf die Fahrer wirkt knapp 30 Prozent mehr aerodynamischer Downforce als 2016. Das macht sich bemerkbar. “Du spürst die G-Kräfte viel mehr in den Kurven und sie wirken stärker auf deinen Körper ein”, sagt Valtteri Bottas. Force India-Pilot Esteban Ocon war ebenfalls von den Socken. „Du merkst es in den schnellen Kurven total im Nacken. Ich glaube, ich brauche heute eine gute Massage.”

Sein Teamkollege Sergio Perez bläst ins gleiche Horn. Für ihn ist aber nicht nur die höhere Belastung ein Thema, sondern auch der Fahrstil. “Von allen Strecken, auf denen wir in dieser Saison gefahren sind, macht es hier den größten Unterschied im Vergleich zu letztem Jahr. Alle Referenzpunkte, die du dir in der Vergangenheit gesetzt hast, verändern sich. Das kann zum Nachteil werden. Deshalb habe ich auch etwas Zeit gebraucht, um mich an den Grip zu gewöhnen. Aber jetzt fühle ich mich wohl.”

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