Lance Stroll - Formel 1 - 2017
Lance Stroll - Williams - 2016
Lance Stroll - 2010
Lance Stroll - 2011
Lawrence & Lance Stroll - GP Monaco 2013 22 Bilder

Lance Stroll-Fortschritt in Spanien?

„Bekannte Strecken sollten helfen“

Rookie Lance Stroll konnte in dieser Saison noch nicht wie erhofft glänzen. Der Teenager befindet sich noch in der Lernphase. In Barcelona erwartet der Williams-Pilot eine Steigerung, dämpft aber gleichzeitig die Erwartungen.

Lance Stroll ist nicht gerade wie eine Rakete in den Grand Prix-Zirkus eingestiegen. Bremsprobleme in Australien, Kollisionen in China und Bahrain sowie ein Dreher in der ersten Runde des GP Russlands sorgten für einen Null-Punkte-Start in die Formel 1-Karriere. Zum Vergleich: Das Konto von Teamkollege Felipe Massa steht bereits bei 18 Zählern.

Alles neu für Stroll

Der Abstand zum routinierten Brasilianer fiel zumeist deutlich aus. Trotzdem sieht Stroll auch positive Ansätze: „Wenn bei mir alles zusammenkommt, ist die Lücke gar nicht so groß. Aber Felipe weiß mit seiner Erfahrung zu jedem Zeitpunkt, wie er das Maximale aus dem Auto herausholt. Ich bekomme das leider noch nicht immer hin. Aber je mehr ich ausprobiere, desto besser verstehe ich, wie das Auto reagiert.“

Die Vorbereitung mit einem alten Williams-Renner war offenbar nicht ausreichend für den 18-Jährigen: „Momentan ist noch alles neu. Es fühlt sich jedes Mal anders an, wenn ich auf die Strecke gehe, je nach Reifenmischung oder Spritmenge. Deshalb ist es schwer vorherzusehen, was das Auto in bestimmten Situationen macht."

Der Formel 3-Meister von 2016 muss sich erst an die neuen Aufgaben im F1-Cockpit gewöhnen: „In der Formel 1 gibt es neben dem eigentlichen Fahren noch so viele andere Dinge beachten. Neben der richtigen Reifenbehandlung muss man sich als Pilot zum Beispiel noch um die Einstellungen für den Motor, das Differenzial oder die Bremsen kümmern. Ich wusste aber vorher, was auf mich zukommt. Und diese Herausforderung macht mir Spaß, auch wenn es manchmal schwierig und frustrierend ist.“

Formel 1-Start bei Null

Bis wann er Massa herausfordern kann, will Stroll noch nicht sagen. Der Kanadier ist aber überzeugt, dass er die Aufgabe Formel 1 früher oder später meistern wird. „Ich kenne das ja schon aus der Formel 3. Da war der Start auch nicht leicht. Und im zweiten Jahr kommt man dann an die Strecken und weiß genau, was einen erwartet und wie sich alles anfühlen wird. Jetzt starte ich wieder bei Null und muss mir dieses Wissen erneut aneignen. Leider lässt sich dieser Prozess nicht beschleunigen.“

Kritik der Fans und der Medien an seiner Leistung prallen am Rookie bislang noch ab: „Die sehen ja nicht, was hinter den Kulissen passiert. Ich weiß immer genau, warum der Rückstand da ist. Und es gab ja auch schon positive Momente, wie im Qualifying von China oder Bahrain. Ich lese mir gar nicht durch, was alles geschrieben wird, weil die Leute sowieso nicht das ganze Bild kennen.“

Streckenkenntnis und Reifenmanagement

Stroll weiß selbst am Besten, wo er noch Schwächen hat: „Für mich geht es jetzt in erster Linie um das Reifenmanagement. Da steckt das meiste Potenzial in Sachen Rundenzeit drin.“ Schon für Barcelona erhofft sich der Youngster eine Steigerung. Den katalanischen Grand Prix-Kurs kennt er schon von den Testfahrten. Die Ausrede der mangelnden Streckenkenntnis zieht nun nicht mehr. „Da sollte es von meiner Seite deutlich besser laufen. Man geht gleich mit einem besseren Gefühl in das erste Training, wenn man die Strecke schon kennt.“

Motorsport Aktuell Massa & Stroll - Formel 1 - 2017 Massa Lehrmeister für Stroll „Wie damals bei Schumacher“

Lance Stroll absolviert bei Williams gerade sein Lehrjahr.

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