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Lawrence & Lance Stroll - GP Monaco 2013 22 Bilder

Lance Stroll gibt Monaco Premiere

„Druck nicht größer als sonst“

Das Punktekonto von Lance Stroll ist noch leer. Monte Carlo ist wahrscheinlich der schlechteste Platz, die Negativserie umzudrehen. Trotzdem hat der 18-jährige Kanadier keine Angst vor dem Monster Monaco.

Williams war in den ersten fünf Rennen ein Einmann-Team. Das Punktekonto von Neuzugang Lance Stroll ist noch leer. Ein Bremsdefekt, zwei unverschuldete Unfälle, ein 11. Platz und ein 16. Rang. Der Druck auf den kanadischen Milliardärs-Sohn wird größer. Schon werden erste kritische Stimmen laut, Stroll sei nur wegen des Geldes seines Vaters in der Formel 1.

Der Junior widerspricht: „Ich bin wegen meiner Meisterschaften in der Formel 1. Ich habe kein Problem damit, wenn die Leute auf mich einschlagen, weil es nicht läuft. Das ist Teil des Geschäfts. Für mich ist es wichtig, dass ich fokussiert bleibe, von Rennen zu Rennen denke, und von jedem Wochenende lerne.“ Der Kanadier sieht sich deshalb auch keinem besonderen Druck ausgesetzt: „Druck habe ich immer. Er ist in Monte Carlo nicht größer als sonst.“

Pau vergibt, Monte Carlo nicht

Ausgerechnet das nächste Rennen ist das schwierigste. Monte Carlo ist kein Platz, an dem man als Neuling das Ruder herumreißen kann. Speziell, wenn man die Strecke nur aus dem Simulator kennt. „Das ist eine der Rennstrecken, die du selbst fahren musst, um sie kennenzulernen“, weiß Stroll. Immerhin hat er mit Felipe Massa einen der erfahrensten Teamkollegen. Der Brasilianer tritt zum 15. Mal in Monte Carlo an. „Felipe hat mir schon viele gute Tipps gegeben.“

Stadtkurse generell sind Stroll nicht unbekannt. Er ist in der Formel 3 in Pau und Macau gefahren. Doch das ist nicht mit dem vergleichbar, was den Williams-Piloten an diesem Wochenende erwartet. „Es ist ein Unterschied, ob du in der Stadt mit einem Formel 3 oder einem Formel 1 fährst. Im Formel 1 hast du so viel mehr Power, bist so viel schneller. Das ändert alles.“

Die Strecke von Pau ähnelt Monte Carlo zwar in vielen Details, doch nicht einmal diese Parallele lässt Stroll gelten: „In Pau hast du neben der Strecke noch den Bürgersteig. Wenn du zu schnell bist, kannst du dich dorthin retten. In Monte Carlo steht da nur eine Leitplanke. Pau vergibt, Monte Carlo nicht.“

Strolls größtes Problem ist das Reifenmanagement

Die bislang größte Enttäuschung seiner ersten fünf GP-Starts erlebte der jüngste Fahrer im Feld in Barcelona. Endlich eine Strecke, die er gut kannte, und auf der er bei den Wintertestfahrten ansprechende Rundenzeiten gefahren war. Und dann flog er schon im Q1 aus der Qualifikation und kam im Rennen auf den letzten Platz ins Ziel.

„Ich weiß auch nicht, was da los war“, rätselt Stroll. „Das Auto, das ich fuhr, war nicht das Auto, das ich kannte. Ich hatte vom ersten Tag an Mühe die Reifen zum Arbeiten zu bringen. Im Rennen ging es dann ganz ordentlich bis 15 Runden vor Schluss. Und plötzlich hatten die Reifen keinen Grip mehr und es ging nur noch bergab.“

Das Reifenmanagement ist die größte Baustelle des Kanadiers. Entweder er bringt die Pirelli-Sohlen nicht in das Fenster, oder er verschleißt sie zu stark. Stroll gibt zu, dass ihm die Reifen noch Probleme bereiten. „Das Fenster kommt mir unheimlich klein vor. In der Qualifikation kommt alles auf die Aufwärmrunde an. Wenn du die richtig hinkriegst bist du um Welten schneller. Ich kann nicht die Regeln ändern. Also muss ich mich da durchbeißen.“

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