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Lauda über Wunderkind Max Verstappen

"Als Vettel würde ich mir Sorgen machen"

Max Verstappen - GP Belgien 2014 Foto: xpb 53 Bilder

Mercedes wollte Max Verstappen im Winter ein altes Formel 1-Auto testen lassen. Red Bull machte Nägel mit Köpfen und bot dem holländischen Wunderkind einen Mehrjahres-Vertrag an. Niki Lauda lobt den Mut des WM-Gegners und freut sich auf eine neue Fahrer-Generation.

22.08.2014 Michael Schmidt

Red Bull war schneller. Mercedes bot Max Verstappen einen Test im 2012er Auto im Winter an. Doch die Offerte von Red Bull war besser. Das Team aus Milton Keynes verpflichtete den Noch-16-Jährigen für Renneinsätze im Toro Rosso. Es ist ein langfristiger Vertrag. Niki Lauda lobt seinen WM-Gegner: "Das ist ein tolles Experiment. Wenn die Rechnung aufgeht, dass einer ohne Führerschein Formel 1 fahren kann."

Angst um das Image der Formel 1 hat Lauda nicht. "Wenn Verstappen sich durchsetzt, heißt das, dass die neuen Computer-Kids für die Formel 1 geeignet sind. Kvyat zeigt ja schon, dass es geht. Da bahnt sich ein Generationswechsel an. Im nächsten Jahr sind die zwei Toro Rosso-Fahrer zusammengerechnet kaum älter als Alonso. Das muss man sich mal vorstellen."

Ricciardo, Kvyat und Verstappen zehn Mal billiger als Vettel

Für Lauda ist das eine gute Entwicklung. Die Formel 1 hat momentan ein Problem, die Jugend für sich zu begeistern. "Jetzt werden alle Schüler Formel 1 schauen. Weil einer aus ihrer Altersgruppe dabei ist."

Die Auslese bei Red Bull ist brutal. Wer sich innerhalb von drei Jahren nicht für das A-Team Red Bull qualifiziert, fliegt raus. Siehe Sebastien Buemi, siehe Jean-Eric Vergne. Für Lauda muss sich jetzt auch Vettel Sorgen machen. "Da gibt es mit Ricciardo, Kvyat und Verstappen drei Kids, die zusammen wahrscheinlich nicht mal zehn Prozent von Sebastian verdienen. Das erhöht den Druck."

Ärgert sich Mercedes nicht, dass Red Bull den goldenen Griff getan hat? Lauda winkt ab: "Wir haben mit Max und seinem Vater Jos gesprochen, konnten ihnen aber nicht das bieten wie Red Bull. Mercedes hat kein zweites Team für Junioren und deshalb 2015 auch keinen Platz für Verstappen. Wir haben keinen Grund, unsere Fahrerpaarung zu wechseln."

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