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Sauber C37 - Alfa Romeo - F1-Auto 2018
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Leclerc erklärt das Sauber-Wunder

Entscheidender Schritt in Baku

Sauber marschiert zielstrebig durch das Feld. Vom Schlusslicht zum aktuell viertschnellsten Auto der Szene. Das Sauber-Wunder spielte sich in mehreren Schritten über die Saison verteilt ab. Charles Leclerc erklärt die Renaissance des Schweizer Rennstalls.

Zuerst haben sich alle über den Höhenflug von HaasF1 gewundert. Jetzt staunt die Formel-1-Welt über Sauber. Charles Leclerc und Marcus Ericsson schafften in Sao Paulo mit den Startplätzen 6 und 7 das beste Trainingsergebnis für Sauber seit sechs Jahren.

Leclerc bestätigte die gute Form der Sauber auch im Rennen. Der Monegasse wurde souverän Siebter hinter den drei Top-Teams. Mit nur 44 Sekunden Rückstand auf den Sieger. Der positive Trend der Schweizer hält schon länger an, doch er führte erst in den letzten fünf Rennen in solche Höhen.

Beim Rückblick auf die Saison fragen sich viele, wie das möglich war. „Sauber ist am Anfang der Saison noch auf unserem Niveau gefahren. Sie haben den Aufstieg geschafft, wir nicht“, beschwert sich Williams-Pilot Lance Stroll. Tatsächlich standen Leclerc und Ericsson in Melbourne vereint in der vorletzten Startreihe. Jeweils ein Williams und Toro Rosso vor und hinter ihnen. Der Rückstand im Rennen auf den Sieger betrug trotz einer Safety-Car-Phase zu Halbzeit des Rennens 75 Sekunden.

Jedes Upgrade funktioniert

Marcus Ericsson - Formel 1 - GP Brasilien 2018
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Ohne den Ausfall von Marcus Ericsson hätte Sauber in Brasilien wohl doppelt gepunktet.

Charles Leclerc sieht im Vergleich zu Williams einen entscheidenden Unterschied: „Die Basis unseres Autos war immer gut. Wir haben sie nur in den ersten drei Rennen nicht genutzt.“ Erst in Baku ging der Knoten auf. Und ganz ohne spektakuläres Upgrade. „Wir hatten in den ersten Rennen mit einem massiven Balanceproblem zu kämpfen. Als wir das verstanden und aus der Welt geschafft hatten, ging es einen riesigen Sprung vorwärts. Für mich war das der Schlüssel für unseren Höhenflug.“

Nach der ersten Sternstunde in Baku lieferte die Technikabteilung in Hinwil bei jedem Rennen wohlproportionierte Entwicklungsstufen ab. Und jede funktionierte. Damit ist Sauber neben Mercedes und HaasF1 das einzige Team, das im Entwicklungswettlauf nie danebengegriffen hat.

Force India im Visier

Teamchef Frédéric Vasseur führt es auch auf die neue Politik zurück, lieber kleinere als größere Pakete ans Auto zu bringen. „Das half dem Verständnis. Mit einem großen Upgrade kann man sich leicht selbst verwirren.“

Selbst als Sauber im Spätsommer die Entwicklung zugunsten des 2019er Autos eingestellt hat, hielt der Aufwärtstrend an. Jetzt wieder durch das bessere Verständnis des Autos. „Wir lernen jedes Rennen etwas dazu“, freut sich Leclerc. „Obwohl seit einigen Rennen nichts mehr ans Auto kommt, sind wir schneller als die Teams, die noch spät entwickelt haben.“

Jetzt traut sich Sauber sogar noch zu Force India anzugreifen. Dazu müsste Sauber 7 Punkte mehr machen. Punktgleichstand bringt wegen der besseren Einzelergebnisse für den englischen Rennstall nichts.

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