Letzte Chance für Honda-B-Team

Das zweite Honda-Team muss sich noch einmal für die Saison 2005 bewerben. Einziger Haken: Die anderen Teams müssen zustimmen.

Der Fall ist nicht neu. 1993 steckte Williams-Team-Manager Peter Windsor die Bewerbung angeblich in einen falschen Briefkasten. Auch damals mussten alle anderen Teams erst zustimmen, dass Williams auch 1994 fahren darf. Das Gleiche blüht nun Aguri Suzuki.

Dass die Sportbehörde FIA seine Bewerbung wegen eines Formfehlers (Die Bankgarantie lag in Tokio statt in Genf) abgelehnt hat, ist kein Beinbruch. "Ich will auf jeden Fall schon 2006 zwei Autos an den Start bringen", sagte der frühere GP-Pilot. FIA-Chef Max Mosley gestand dem Japaner zu, er könne sich gern noch einmal bewerben.

Verschwörung und Erpressung?

Was die Zustimmung der anderen zehn Teams betrifft, hegt Suzuki allerdings einige Zweifel. Er glaubt, manches Team befürchte, von der neuen Truppe im englischen Leafield geschlagen zu werden. Zudem bedeute der Zuwachs auf elf Teams zwangsläufig weniger TV-Minuten für andere Rennställe. Ein Insider aus dem Ecclestone-Umfeld hält die Sorge für ungegründet: "Wenn Bernie will, dass Suzuki fährt, dann werden auch alle zustimmen."

Mancher im Formel 1-Zirkus glaubt an ganz andere Hindernisse: Verschwörungstheoretiker vermuten, dass Suzuki nur deshalb wegen eines Formfehlers hingehalten wird, damit man ihn nötigen kann, sich beim Streit um die Formel 1-Zukunft frühzeitig auf Bernie Ecclestones Seite zu schlagen. Dort haben sich bereits Ferrari, Red Bull, Toro Rosso und Midland versammelt.

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