Lewis Hamilton

"140 Runden von Webber sind verrückt"

Barcelona Test 2011 Foto: xpb 66 Bilder

Lewis Hamilton hat am Sonntag (20.2.) 92 Runden geschafft. So viele Kilometer ist der neue McLaren noch nie an einem Tag gelaufen. Mit Verwunderung schaut Hamilton auf die Zuverlässigkeit von Ferrari und Red Bull. "Da kann ich nur lachen. Das ist unglaublich."

Der neue McLaren krankt noch. Bisher sah man das Auto mehr in der Garage als auf der Strecke. Da waren die 92 Runden am Sonntag in Barcelona schon als Fortschritt zu werten. Lewis Hamilton gab sich anschließend erleichtert: "Wir haben einige Probleme aussortiert. 92 Runden sind ganz gut für uns. Ich habe viel im Auto gesessen. Damit bin ich zufrieden."

Hamilton lobt die Konkurrenz

Mit Neid schaut Hamilton auf die Konkurrenz von Red Bull und Ferrari. Die lagen am Sonntag beide weit im dreistelligen Bereich. "140 Runden von Webber sind wirklich verrückt", grinste der Brite. "Da kann ich nur lachen. Das ist unglaublich. Die liefern wirklich tolle Arbeit ab. Wir haben so viele Runden leider nicht geschafft. Aber langsam werden wir auch dahin kommen."

Mit der drittbesten Zeit des Tages konnte der Engländer auch erstmals das Potenzial des Neuwagens andeuten. Hamilton fuhr am Nachmittag einige Qualifying-Simulationen und blieb am Ende sieben Zehntel hinter der Wochenbestzeit von Nico Rosberg. "Es war in Ordnung. Wir machen immer noch Fortschritte. Da kommt noch einiges", bremst Hamilton die Euphorie.

Hamilton versucht Reifen zu schonen

Auf den Longruns kämpfte der Weltmeister von 2008 noch mit einigen Problemen. Vor allem die Reifen sind für den McLaren-Star noch ein Rätsel. "Im letzten Jahr ist man das Rennen mit viel Sprit etwas langsamer angegangen, um die Reifen zu schonen. Ich habe bei meinem ersten Longrun etwas Gas rausgenommen, aber die Reifen haben sich so schnell verabschiedet. Da konnte man nichts machen. Beim zweiten Run habe ich es noch langsamer angehen lassen. Da haben sie etwas länger gehalten, aber das hat sich nicht angefühlt, als würde ich ein Rennen fahren", klagte Hamilton.

Dass McLaren den von der Absage bedrohten Test in Bahrain wegen der Probleme besonders braucht, wollte Hamilton nicht zugeben. "Je mehr Tests desto besser. Das gilt aber für alle gleich", erklärte der 26-Jährige. "In diesem Jahr ist die Situation etwas speziell. Im letzten Jahr kannte man die Reifen, da musste man sich nur an das Auto gewöhnen. Jetzt kommt zum neuen Auto auch noch KERS, der verstellbare Heckflügel und die neuen Reifenmischungen." Allerdings würde sich McLaren laut Hamilton auch nicht beschweren, wenn das erste Rennen erst in Australien stattfinden würde.

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