Rosberg & Hamilton - Mercedes - Formel 1 - Austin - GP USA - 22. Oktober 2016 xpb
Sergio Perez - Force India - Formel 1 - Austin - GP USA - 22. Oktober 2016
Rosberg & Hamilton - Mercedes - Formel 1 - Austin - GP USA - 22. Oktober 2016
Lewis Hamilton - Mercedes - Formel 1 - Austin - GP USA - 22. Oktober 2016
Rosberg & Hamilton - Mercedes - Formel 1 - Austin - GP USA - 22. Oktober 2016 67 Bilder

Der neue Lewis Hamilton

Zwei Stunden Startübungen

Lewis Hamilton hat den ersten Schritt getan, den Rückstand auf Nico Rosberg zu reduzieren. Der dreifache Austin-Sieger steht zum ersten Mal auf dem Circuit of the Americas auf der Pole Position. Und ausgiebige Startübungen in der Fabrik sollen sicherstellen, dass er auch in der ersten Kurve vorne liegt.

Der GP USA erinnert in den ersten zwei Trainingstagen stark an das Wochenende von Malaysia vor 3 Wochen. Selten hat man einen so konzentrierten Lewis Hamilton gesehen. Wieder verbrachte er Stunden mit den Ingenieuren im Konferenzraum. Wieder war er von der ersten Trainingssitzung an hellwach.

Nur ein Mal gab es einen kleinen Alarm. Mercedes brach in der Nacht von Freitag auf Samstag die Sperrstunde, um Teile des Benzinsystems im Auto mit der Startnummer 44 zu tauschen. Mechaniker hatten nach dem zweiten Training ein Leck in einem der Ventile des Kraftstoffkreislaufs entdeckt. Die Monteure schraubten bis Mitternacht. Es war eine komplizierte Reparatur, weil zunächst viele Komponenten des Motors abmontiert werden mussten, um an das Übel zu gelangen.

Hamilton holt die Zeit im ersten Sektor

Hamilton ließ sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen. Auch nicht als er im dritten Training nur 12 Runden drehte. Oder als es kurz vor dem entscheidenden Versuch im Q3 einen Fehlalarm gab. „Ich hatte das Gefühl, dass beim Schalten in den siebten Gang etwas nicht stimmte.“

Die Ingenieure gaben nach einem kurzen Datencheck grünes Licht. Teamchef Toto Wolff betonte noch einmal, wie wichtig es Mercedes ist, dass der WM-Kampf ohne weitere technische Probleme über die Bühne geht. „Vielleicht sind wir da jetzt etwas übervorsichtig.“

Wenig später stand der dreifache Austin-Sieger Hamilton zum ersten Mal auf einer seiner Lieblingsstrecken auf der Pole Position. Auch, weil er endlich den ersten Sektor in den Griff bekommen hat. Der Großteil seines Vorsprungs von 0,216 Sekunden auf Rosberg holte der Weltmeister in der ersten Kurve und dem nachfolgenden Geschlängel. In den anderen Sektoren war Rosberg mindestens ebenbürtig.

Hamilton schwärmte: „Diese Strecke ist sehr technisch. Es kommt darauf an, die Bremspunkte richtig zu setzen und sein Auto in den S-Kurven immer optimal zu positionieren. Ich habe in den letzten Jahren lange an der ersten Kurve gefeilt. Im entscheidenden Run habe ich es erstmals perfekt hinbekommen.“

Hamilton optimistisch, dass der Start funktioniert

Rosberg erkannte die Leistung des Teamkollegen an: „Es ist nicht so, dass ich schlecht gefahren wäre. Im Gegenteil. Aber Lewis war einfach besser heute.“ Der WM-Spitzenreiter sieht darin keinen Beinbruch. „Die Qualifikation ist nicht alles. Wir haben gesehen, dass man das im Rennen auch noch umdrehen kann.“ Ohne es zu sagen spricht Rosberg die Startschwäche seines WM-Rivalen an.

Hamilton hat sich mit dem Thema ausgiebig beschäftigt. „Letzte Woche war Lewis einen Tag in der Fabrik und hat ungefähr 2 Stunden lang Starts im Simulator geübt“, verrät einer der Ingenieure. Technikdirektor Paddy Lowe geht ins Detail: „Lewis hat an der Koordination der Finger und dem Gasfuß gearbeitet.“

Obwohl der Simulator dem Fahrer keine Rückmeldung über die Traktion beim Start gibt, sieht der Computer, ob der Start gut oder schlecht war. „Die Daten haben Lewis gezeigt, wann er die Kupplung zu langsam oder zu schnell hat kommen lassen, wann er zu viel oder zu wenig Gas gegeben hat. So hat er sich Schritt für Schritt an konstant gute Starts herangearbeitet.“

Hamilton-Probestarts perfekt

Hamilton hat auch noch einmal den Grund für seinen Fehlstart in Suzuka studiert. Lowe verrät: „Er stand zu weit hinten in der Startbox. Kurz vor dem Start ließ er das Auto ein bisschen nach vorne rollen und musste noch einmal auf die Bremse. Dazu kam die Sorge, er würde auf die nassen Flecken kommen. Plötzlich ging alles so schnell, dass Lewis im Ablauf etwas durcheinandergebracht hat.“

Hamilton war mit seinen Probestarts auf der Rennstrecke zufrieden. „Sie haben alle perfekt funktioniert.“ Da muss sich Rosberg schon mehr Sorgen machen. Acht Meter hinter ihm steht Daniel Ricciardo mit einem Satz Supersoft-Reifen auf der sauberen Linie. Die Mercedes-Piloten starten auf Reifen der Mischung Soft in die 56-Runden Schlacht. „Klar, auf den Daniel muss ich beim Start aufpassen. Aber mein Plan ist es sowieso, dass ich in der ersten Kurve vorne liege“, sagt ein Mann, der vor Selbstvertrauen strotzt.

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