Lewis Hamilton bremst Euphorie

"Unser Auto ist noch eine Baustelle"

Lewis Hamilton - Mercedes - Formel 1 - Test - Bahrain - 21. Februar 2014 Foto: ams 83 Bilder

´Nach der Wochenbestzeit am dritten Testtag von Bahrain wird Mercedes schon in die Favoritenstellung für Melbourne gehoben. Lewis Hamilton versucht die Euphorie zu bremsen. "Ich habe keine Ahnung, wo wir stehen."

Mercedes ließ am Freitag (21.2.2014) in Bahrain erstmals die Muskeln spielen. Zum ersten Mal ließen die Ingenieure die Soft-Reifen aufziehen. Und schon ging im Silberpfeil die Post ab. Mit einer Zeit von 1:34.263 Minuten markierte Lewis Hamilton die schnellste Runde der Woche. Jenson Button im McLaren lag 7 Zehntel entfernt auf Rang 2 - auf den eigentlich schnelleren Supersoft-Reifen.

Am Nachmittag wollte Hamilton auch noch eine Rennsimulation abspulen. Doch ein technisches Problem stoppte das Vorhaben nach nur 22 Runden. Der Pilot sah das Technik-Pech locker. "Ich bin froh, über jedes Problem, das hier auftritt und nicht bei den Rennen. Ich möchte das Auto so hart wie möglich rannehmen, damit die Ingenieure alle Fehler beseitigen können."

Hamilton will nichts von Favoritenstellung wissen

Wegen der guten Rundenzeiten wird Mercedes bereits die Favoritenposition zugeschoben. Davon will Hamilton aber nichts wissen. "Es ist schön, positives Feedback zu bekommen und nette Schlagzeilen zu lesen. Aber es ist noch viel zu früh. Ich habe keine Ahnung, wo wir stehen. Unser Auto ist immer noch eine Baustelle."

Für Red Bull-Teamchef Christian Horner und McLaren-Pilot Jenson Button ist der Silberpfeil momentan das stärkste Auto. "Wir konzentrieren uns nur auf uns selbst. Beim Testen versuchen die Teams die Aufmerksamkeit immer auf andere zu richten, um von sich selbst abzulenken. Wir schauen nur auf unsere eigenen Probleme", so Hamilton.
 
Die Stimmung im Silberlager ist allerdings positiv. Der Start in die neue Saison ist geglückt. "Jeder würde natürlich gerne noch mehr Runden fahren. Aber generell bin ich glücklich mit dem, was wir hier bei den Testfahrten erreicht haben. Auch die anderen Mercedes-Autos sehen in Sachen Zuverlässigkeit gut aus."

Hamilton fühlt sich wohl im neuen Mercedes

Bis Melbourne gebe es aber noch viel zu tun. "Mir fehlt immer noch die Rennsimulation. Ich habe auch noch keinen richtigen Qualifying-Run absolviert. Wir müssen auch noch viel mehr mit dem Setup herumspielen. Wir lernen mit jedem Run dazu, wie sich das Auto verhält."

"Ich versuche so viel mit den Ingenieuren zu arbeiten, um mich in allen Bereichen zu verbessern. Man kann mit den ganzen Abstimmungen so viel herumspielen, um sie an den eigenen Fahrstil anzupassen – zum Beispiel beim Bremsen."

Das Gefühl im Auto stimmt aber für Hamilton. Das war in der Vergangenheit nicht immer der Fall. "Ich muss meinen Fahrstil mit dem neuen Auto nicht ändern. Das ist schon mal gut. Ich fühle mich schon deutlich wohler in diesem Auto als in dem vom letzten Jahr."

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