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Formel 1 Testfahrten Valencia Tag 2
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Formel 1-Test Valencia: Lewis Hamilton

"Ein Unterschied wie Tag und Nacht"

Lewis Hamilton greift in das Testgeschehen ein. Der Weltmeister von 2008 verbucht seine Premierenfahrt im McLaren MP4-25-Mercedes als Erfolg. Im Vergleich zum Vorjahr habe sich das neue Auto um Klassen besser angefühlt, erklärte der Engländer.

Lewis Hamilton ist der Michael Schumacher der Engländer. Das McLaren-Zelt war voll besetzt, als der Champion von 2008 seine ersten Fahreindrücke im McLaren MP4-25 zum Bersten gab. "Ein Unterschied wie Tag und Nacht", strahlte der McLaren-Pilot über das ganze Gesicht. "Ich bin mit einem großen Grinsen ausgestiegen."

McLaren profitiert von ausgiebiger Entwicklung

Hamilton ist mit dem ersten Eindruck nicht gerade verwöhnt. Im Vorjahr spürte er gleich in den ersten Runden, dass da der Wurm im Auto steckt. "Wir sind nicht mehr drei Sekunden hinter der Musik wie vor einem Jahr." Es hat ein halbes Jahr gedauert, der Missgeburt die Fehler auszutreiben. "Und von dieser Entwicklungsarbeit profitieren wir jetzt. Wir haben am Saisonende 2009 schon viele Dinge für das neue Auto ausprobiert. Das hat sich ausgezahlt."

Hamilton freut sich auf die anstehende Saison, die ein Vierkampf zwischen Ferrari, Mercedes, McLaren und Red Bull werden könnte. Die besten acht Fahrer in den besten vier Teams, was für eine Konstellation: "Das ist die beste Voraussetzung für eine Supershow. Da sich das Reglement über den Winter nicht so dramatisch geändert hat, sind die meisten Auto nur Evolutionen. Man kann also davon ausgehen, dass an der Spitze alles ziemlich eng zusammen liegt." Das erste Kräftemessen beschreibt Hamilton vorsichtig: "Ferrari sieht stark aus, auch Sauber, aber was will man schon groß sagen ohne zu wissen, wer wie viel Sprit im Tank hat?"

Hamilton sieht keine Probleme

Die großen Unbekannten dieser Saison sind nichts, worüber man sich große Sorgen machen müsste. Das hohe Gewicht beim Start? "Das Auto fühlt sich gut an mit viel Sprit an Bord." Die schmaleren Vorderreifen? "Der Vorderreifen ist etwas schwächer, aber kein Problem." Und die neue Regel, dass die Top Ten auf dem Reifensatz ins Rennen starten müssen, auf dem sie im Training ihre Zeit für die Startaufstellung gefahren sind? "Das wird sich nur auswirken, wenn die Reifenmischungen stark unterschiedliche Zeiten ermöglichen."

Da könnte sich Englands Schumacher täuschen. Der weiche Reifen wird auf bestimmten Strecken unter dem hohen Startgewicht schnell Grip verlieren oder verschleißen. Man wird ihn auch nicht schnell los, denn bei dem neuen Rennformat gilt: Je weniger Reifenwechsel, umso besser. Freiwillig wird keiner nach 15 Runden neue Reifen aufziehen.

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