Lewis Hamilton - Mercedes - Formel 1 - GP Belgien - Spa-Francorchamps - 26. August 2017 xpb
Hamilton & Vettel - Formel 1 - GP Belgien - Spa-Francorchamps - 26. August 2017
Sebastian Vettel - Ferrari - Formel 1 - GP Belgien - Spa-Francorchamps - 26. August 2017
Lewis Hamilton - Mercedes - Formel 1 - GP Belgien - Spa-Francorchamps - 26. August 2017
Vettel, Bottas & Hamilton - Formel 1 - GP Belgien - Spa-Francorchamps - 26. August 2017 50 Bilder

Lewis Hamiltons Rekordzahl

Auf Schumi-Strecke zum Rekord

Lewis Hamilton hätte seine 68. Trainingsbestzeit nicht besser timen können. Er stellte Michael Schumachers Pole Position-Rekord im Wohnzimmer des siebenfachen Weltmeisters ein. Und es gibt noch andere Rekorde und runde Zahlen.

Michael Schumacher ist seinen ersten Rekord los. Viele von den Bestwerten des siebenfachen Weltmeisters wurden noch vor 10 Jahren für unschlagbar gehalten. 7 WM-Titel, 91 Siege, 68 Pole Positions, 77 schnellste Rennrunden, 24.083 Führungskilometer schienen für die Ewigkeiten in Stein gemeißelt.

Doch seit dem 26. August 2017 um 14.59 Uhr muss sich Michael Schumacher den Pole Position-Rekord mit Lewis Hamilton teilen. Und es ist nur eine Zeitfrage, bis er ihn los sein wird. „Irgendwann wird es passieren“, sagt selbst Hamilton ganz und gar nicht abergläubisch.

Hamilton hat sich für die Einstellung des Rekords eine besondere Strecke ausgesucht. Spa-Francorchamps war Michael Schumachers Wohnzimmer. Hier ist die Legende aus Kerpen 1991 seinen ersten Grand Prix gefahren, hier hat er vor 25 Jahren zum ersten Mal gewonnen.

Hamilton fühlte sich von der Fügung des Schicksals geehrt: „Es ist ein spezieller Tag für mich, auch wenn der Rekord nicht mehr unerreichbar am Horizont lag. Jetzt, wo es passiert ist, fühlt es sich trotzdem ganz besonders an. Ich war als Elfjähriger 1996 in Spa und habe Michael auf der Strecke vorbeifahren gesehen. Das hat meine Liebe zum Motorsport nur noch verstärkt. Damals hätte ich mir nie träumen lassen, dass ich diesen Meilenstein je erreiche.“

Hamilton stellte neue Spa-Rekorde auf

Lewis Hamilton - GP Belgien 2017
Aktuell

Hamilton legte die Feierstunde auf seinen 200. GP-Start. Und der 32-jährige Engländer vergoldete die Tat mit der schnellsten Runde, die je auf der 7,004 Kilometer-Variante von Spa gefahren wurde. Seine Pole Position von 1.42,553 Minuten mit einem Schnitt von sagenhaften 245,867 km/h war um 4,191 Sekunden schneller als die Bestzeit vom letzten Jahr. Und sie unterbot den Rekord von Mark Webber aus dem Jahr 2010 um 3,225 Sekunden.

Der Quantensprung in Spa ist einfach zu erklären. Die Autos haben fast 30 Prozent mehr Abtrieb als im Vorjahr, die Motoren 30 PS mehr Leistung, und die Reifen mehr Grip. Nicht nur, weil sie breiter sind. Pirelli packte für Spa zum ersten Mal die Ultrasoft-Reifen aus. Die letztjährige Pole Position wurde auf Supersoft-Reifen erzielt. Auch Hamilton schwärmte von der Achterbahn-Fahrt: „Die Pouhon-Kurve geht jetzt fast voll. Das ist wahnsinnig.“

Hamilton hat seine „Blut-Drohung“ vom Donnerstag wahr gemacht. Der Engländer fuhr, als wäre er auf einer Mission. 0,242 Sekunden schneller als Sebastian Vettel, 0,541 Sekunden besser als Valtteri Bottas. Sein Mercedes war im Top-Speed um 7 km/h schneller als die Ferrari. Trotzdem fuhr der WM-Zweite im zweiten Sektor mit 44,173 Sekunden die schnellste Zeit. Fast jedes Mal ging Hamilton als erstes Auto auf die Rennstrecke. So als wollte er seinem WM-Gegner signalisieren. Ab jetzt bestimme ich das Tempo.

Ferrari näher dran als erwartet

Für das Rennen erwartet Hamilton aber einen engen Kampf mit den zwei Ferrari und seinem Teamkollegen. Red Bull ist nicht auf Hamiltons Rechnung. „Wo in der Startaufstellung stehen die denn?“ Valtteri Bottas war ein wenig ratlos, warum er so viel Zeit verlor. „Die Balance hat gepasst. Aber der Grip war einfach nicht da.“ Teamchef Toto Wolff geht ins Detail: „Valtteri hat die Zeit gleichmäßig über Sektor 2 verloren. Das zeigt, dass ihm generell Grip gefehlt hat.“

Im Vergleich der Rennsimulationen war Mercedes auf den Soft-Reifen besser unterwegs, Ferrari auf den Ultrasoft-Sohlen. Niki Lauda fürchtet: „Das wird ganz eng. Enger, als ich es mir gewünscht habe.“ Auch Toto Wolff war etwas beunruhigt, dass Ferrari auf Mercedes-Territorium so eine starke Figur abgegeben hat. „Ferrari gibt in der Entwicklung richtig Gas. Das erinnert uns daran, wach zu bleiben und weiterhin jeden Stein umzudrehen. Es kommen bald Strecken im Kalender, die für uns schwieriger werden.“

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