Liberty Media beschafft sich frisches Geld

Zweiter Schritt zur Formel 1-Übernahme

Formel 1 - Flagge - GP Kanada 2016 Foto: sutton-images.com 52 Bilder

Liberty Media will im ersten Quartal 2017 den Kauf der Formel 1 abgeschlossen haben. Nachdem man im September CVC bereits 18,7 Prozent abgekauft hat, beschafft sich der US-Konzern nun frisches Geld, um den Rest des Geschäfts abzuwickeln.

Am siebten September machte Liberty Media den ersten Schritt auf dem Weg, die Formel 1 zu übernehmen. Der US-Konzern kaufte für 746 Millionen US-Dollar einen Anteil von 18,7 Prozent an der Formula 1-Holding Delta Topco. Es handelte sich hierbei um die Aktien des F1-Mehrheitseigners CVC Capitals.

F1-Übernahme Anfang 2017 abgeschlossen

Das Finanzunternehmen hielt bis dahin 35,3 Prozent an der Formel 1. In einem zweiten Schritt will Liberty Media den restlichen Anteil von CVC abkaufen. Und auch einen gewissen Prozentsatz von den anderen 15 Anteilseignern. Damit würden die Amerikaner auf 100 Prozent der Stimmrechte kommen, und die Formel 1 damit in kommerziellen Angelegenheiten lenken.

Die Übernahme soll noch im ersten Quartal 2017 abgeschlossen werden. Dafür benötigt Liberty Media frisches Geld, das man sich nun beschafft hat. Wie der Konzern am Mittwoch (14.12.2016) verkündete, schloss man mit diversen Unternehmen ein Abkommen ab, das insgesamt 1,55 Milliarden Dollar einbringen wird. Liberty Media verkauft in diesem Wert Stammaktien für 25,00 Dollar pro Stück an folgende Unternehmen: Coatue Management, L.L.C., die D. E. Shaw Group, Jana Partners LLC, Ruane, Cunniff & Goldfarb Inc., Soroban Capital Partners LP, SPO Advisory Corporation und Viking Global Investors LP. Die Ausgabe der Aktien soll gleichzeitig mit der Übernahme der Formel 1 erfolgen.

„Das ist ein wichtiger Schritt für Liberty Media, in seinem Prozess, die Formel 1 zu übernehmen. Es ist auch eine weitere Bestätigung, dass die Zukunft des Sports rosig aussieht“, kommentierte Chase Carey, der neue starke Mann der Formel 1, der als Präsident über Geschäftsführer Bernie Ecclestone stehen wird.

Mit dem frischen Kapital kauft Liberty Media CVC die restlichen Anteile an der Königsklasse ab. Ursprünglich sollte CVC dazu noch 138 Millionen Aktien von Liberty Media in einem Wert von 2,9 Milliarden Dollar erhalten. Doch der neue Plan sieht vor, dass Liberty Media nur noch 76 Millionen Aktien an CVC übergibt. Was entsprechend den Wert reduziert. An die neuen Investoren sollen 62 Millionen gehen.

EU und FIA müssen noch zustimmen

Die Übernahme der Formel 1 muss noch von verschiedenen Behörden abgesegnet werden. Zum Beispiel von der EU-Kommission, das den Verkauf auf ein mögliches Kartell prüft. Oder von der FIA. Der Weltverband muss abklopfen, ob die Übernahme der Formel 1 schaden könnte. Auch die Aktionäre von Liberty Media müssen noch zustimmen. Darüber soll am 17. Januar abgestimmt werden. Sollten alle Instanzen den Deal abnicken, würde die Liberty Media Group in Formula One Group umbenannt werden. Die Aktienanteile an der Formula One Group würden sich wie folgt verteilen: Die neuen Investoren würden rund 26 Prozent des Aktienkapitals halten. Die Verkäufer um CVC ungefähr 39 Prozent. Der Rest, also 35 Prozent, würde in den Händen von Liberty Media liegen, das die Stimmrechte kontrolliert.

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