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Lotus F1

Räikkönen fährt Spezial-DRS-Test in Ungarn

Lotus wird in Budapest noch einmal das Spezial-DRS-System ausprobieren, das in Hockenheim seine Premiere feierte. Man hofft, die Technik spätestens auf den schnellen Strecken nach der Sommerpause regelmäßig einsetzen zu können.

In Hockenheim tauchte Lotus mit einer auffälligen Technik-Neuerung auf. Gut erkennbar zweigte die Airbox über zwei seitliche "Ohren" Luft ab, die dann über Kanäle in Richtung Heckflügel geleitet werden. Viel weiß man noch nicht über das System. Klar ist nur, dass es ähnlich wie bei Mercedes über die DRS-Verstellung aktiviert wird und das Auto durch das Abreißen des Luftstroms auf der Geraden schneller macht.

Hockenheim-Test wird in Ungarn fortgesetzt

In Hockenheim probierte Kimi Räikkönen die Technik im Freien Training aus. Der Test wurde aber schnell wieder abgebrochen. Trotz Regens am Freitag bezeichnete das Team das Experiment als erfolgreich. "Wir haben einige interessante Daten gesammelt", grinste Romain Grosjean vor dem Ungarn-Wochenende verschmitzt.

Genauer wollte der Franzose aber nicht auf die Funktion und die Erkenntnisse eingehen. "Wir werden es auf jeden Fall in Budapest noch einmal testen. Kimi wird es am Auto haben, ich nicht. Wir haben nur eine Version und der Umbau ist nicht so einfach." Sauer ist der Genfer aber nicht, dass sein Teamkollege in diesem Fall bevorzugt wird. "Das letzte Update bekam ich als Erster und nun ist Kimi dran. Das ist völlig normal."

Lotus erhofft sich großen Fortschritt

Mit dem Technik-Upgrade hofft Lotus auch die Probleme im Qualifying zu beheben. Hier haben die DRS-aktivierten Systeme ihren größten Nutzen, da es im Training überall auf der Strecke verwendet werden darf.

"Ich hoffe, dass wir die Technik so schnell wie möglich einsatzbereit haben. Wir sollten hier noch einmal wichtige Daten sammeln, mit denen wir im Sommer arbeiten können", so Grosjean. "Auf Strecken wie Spa, Monza, Austin aber auch Singapur mit längeren Geraden sollte es uns besonders helfen."

Erster Sieg noch vor der Sommerpause?

Aber auch für Ungarn hat der Rookie bereits große Ambitionen. "Zuletzt hatten wir viel Regen und kühle Temperaturen. Das hat uns nicht gerade geholfen. Hier in Ungarn haben wir hoffentlich einen vernünftigen Sommer mit vernünftiger Hitze. Auf Strecken wie Monaco und Kanada waren wir gut. Hier ist es vom Streckenlayout ähnlich. Auch der Reifenverschleiß kann hier hoch sein, was uns helfen sollte."
 
Wichtig ist für Grosjean vor allem endlich wieder ein gutes Qualifying. "Wenn wir uns in der Nähe der ersten Reihe qualifizieren, können wir uns im Rennen Schritt für Schritt nach vorne arbeiten." Vielleicht klappt es ja dann mit dem ersten Grand Prix-Sieg für den Youngster und sein Team, das in dieser Saison schon so oft unter Wert geschlagen wurde.

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