Lotus hofft auf erste Punkte

Neue Aero- und Motorteile für Lotus

Pastor Maldonado - Lotus - Formel 1 - Test 1 - GP Bahrain 2014 Foto: xpb 24 Bilder

Der Bahrain-Test war für Lotus ein Reinfall. Romain Grosjean und Pastor Maldonado kamen an zwei Tagen nur 162 Kilometer weit. Trotzdem sieht Lotus beim GP China Chancen auf die ersten WM-Punkte. Neue Teile für die Aerodynamik und den Motor geben Hoffnung.

Die Kinderkrankheiten schienen bereits abgestreift. Bis zum GP Australien war Lotus einsames Schlusslicht in der Kilometer-Tabelle. Doch dann schaffte der WM-Vierte des Vorjahres in Malaysia und Bahrain jeweils die Renndistanz. Romain Grosjean kam beide Male in Sichtweite von WM-Punkten ins Ziel. Die Wende schien geschafft, als bei den Testfahrten in Bahrain plötzlich wieder der Defektteufel zuschlug.

Ein Schaden an einer Zündkerze und ein gebrochener Antrieb der MGU-K reduzierten das Testprogramm an zwei Tagen auf 162 Kilometer. Das brachte den Entwicklungsfahrplan durcheinander. Lotus muss die geplante Ausbaustufe für den E22 mangels Erfahrungswerten splitten.

Lotus mit neuem Unterboden und Frontflügel

In China sind ein neuer Unterboden und eine weitere Frontflügelmodifikation im Gepäck. Einsatzleiter Alan Permane erklärt, was es mit dem Unterboden auf sich hat. "Die zweite Version des Bodens hat mehr Abtrieb als die Basisversion generiert, doch sie produzierte unter bestimmten Bedingungen Strömungsabriss. Deshalb mussten wir einige Modifikationen anbringen, um den Anpressdruck stabiler darzustellen."

Lotus hofft, dass Renault für den GP China wie angekündigt mehr Power liefert. In Bahrain mussten die Ingenieure dem Beispiel von Red Bull folgen und die obere Leiste des Flaps ausschneiden. Das brachte zwar mehr Top-Speed, reduzierte aber den DRS-Effekt. Beim Öffnen des Flaps stieg die Höchstgeschwindigkeit um fünf km/h weniger an als sonst.

Renault gibt mehr Power frei

Renault liefert für Lotus die zweite Ausbaustufe seines Motors. Red Bull und Toro Rosso kamen schon in Bahrain in den Genuss des modifizierten V6-Turbo. Mit der Erlaubnis der FIA wurden der Antrieb der MGU-K verstärkt, der Auspuff nachgebessert und das Ölsystem des Turboladers revidiert. Alles unter dem Deckmantel der Standfestigkeit.

Die Änderungen und die entsprechenden Software-Anpassungen erlauben es Renault näher ans Limit zu gehen. Weil die MGU-K jetzt zuverlässiger die vollen 160 PS einspeisen kann. Und weil der Auspuff höhere Temperaturen verträgt. Man kann deshalb mit mehr Drehzahl und mehr Power fahren. Das hilft auch der MGU-H. Sie kann mehr Energie in der Batterie abspeichern.

Experten schätzen, dass sich das Leistungsdefizit von Renault auf Mercedes dadurch von 70 auf 40 PS reduziert. Permane glaubt, dass mit den Modifikationen in China die ersten WM-Punkte auf das Konto kommen könnten: "Wir waren zwei Mal knapp dran. Mit den Verbesserungen sollten wir gute Chancen haben."

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