Lotus in Lauerstellung

Lieber Probleme mit den Hinterreifen

Romain Grosjean - Lotus - Formel 1 - GP Japan 2013 Foto: ams 83 Bilder

Lotus liegt auch in Suzuka in Lauerstellung. Romain Grosjean belegte den fünften Platz, obwohl er in seine schnellste Runde einen Fehler eingebaut hat. Die kritische Reifensituation könnte Lotus eine Trumpfkarte zuspielen. Aber nur, wenn die Hinterreifen der limitierende Faktor sind.

Für Romain Grosjean war es ein guter erster Trainingstag. Der Franzose beendete die erste Trainingssitzung als Siebter, die zweite auf Platz 5. Trotz eines Fehlers. "Ich habe in Kurve 9 zu spät gebremst." Und trotz Problemen, schnell genug Temperatur in die Reifen zu bekommen. "Mit den harten Reifen habe ich mich schwer getan. Für uns ist die weiche Mischung besser", resümierte Grosjean.

"Ohne den Fehler wäre es klar schneller gegangen. Nicht so schnell wie Vettel, aber auch nicht so weit weg." Je nach Reifentyp veränderte sich die Balance des Autos. Auf den harten Sohlen waren die Vorderreifen der limitierende Faktor. Mit den weichen Gummis war es umgekehrt. Das Auto fiel vom Unter- ins Übersteuern.

Windrichtung bestimmt Reifenprobleme

Noch ist sich Lotus nicht sicher, ob man zwei oder drei Mal stoppen muss. Das hängt auch davon ab, wie am Samstag und Sonntag der Wind steht. Am Freitag blies er in den S-Kurven von hinten. Das provozierte Untersteuern. "Ziemlich unangenehm in dieser Passage, weil das Auto manchmal um einen Meter versetzt", berichtete Grosjean. Der Wettergott hat möglicherweise ein Einsehen. Am Samstag und Sonntag soll sich die Windrichtung um 180 Grad drehen. "Dann bekommst du in den S-Kurven leichtes Übersteuern", verrät Grosjean.

Lotus ist dieses Szenario grundsätzlich lieber, weil die Fahrer dann die Qualität des Autos besser ausspielen können. Grosjean: "Wir profitieren mehr, wenn die Hinterreifen der limitierende Faktor sind. Wenn das Auto untersteuert, ist es schwieriger den Reifenverschleiß zu kontrollieren. Du spürst nicht so gut, wie der Vorderreifen rutscht."

Räikkönen steckt im Kiesbett

Teamkollege Kimi Räikkönen schaute nach dem Training nicht ganz so glücklich drein. Der Iceman hatte sich 30 Minuten vor dem Ende der zweiten Sitzung im Kiesbett eingebuddelt. "Ich war auf einem Longrun, dann hat sich der Wind geändert. Dann habe ich mich gedreht", rapportierte der Finne gewohnt emotionslos. "Ich habe deshalb ein paar Longruns verpasst. Wie sehr uns das für den Rest des Wochenendes schadet, müssen wir abwarten. Ich denke aber, es ist kein großes Drama. Ich kenne die Strecke schließlich ziemlich gut."

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