Lotus mit neuen Flügeln

Grosjean erwartet hartes Wochenende

Romain Grosjean - Formel 1 - GP Kanada - Montreal - 5. Juni 2014 Foto: xpb 136 Bilder

Aus den letzten beiden Grand Prix hat Romain Grosjean acht Punkte mitgebracht. Für das Rennen in Montreal sieht der Lotus-Pilot geringe Chancen, das Konto aufzustocken. Lotus versucht das PS-Defizit mit weniger Abtrieb zu kompensieren.

Vor zwei Jahren war Romain Grosjean der König von Montreal. Der Franzose fuhr sich mit einem starken Finale und nur einem Reifenwechsel auf den zweiten Platz. Das wird für dieses Jahr eine Illusion bleiben. "Die Reifen sind viel zu hart, um noch einmal so einen Coup zu landen. Ich bin in Monte Carlo 56 Runden mit den superweichen Reifen gefahren."

Mit anderen Worten: Montreal wird für die meisten Piloten ein Einstopp-Rennen. Das zweite Handikap ist das Streckenprofil. "Auf dem Papier sieht es nicht gut für uns aus. Ich erwarte die ganze Mercedes-Armada vor uns."

Erster Test auf dem Fahrwerksprüfstand

Auch die Ankündigung von Renault, dass man ab diesem Rennen 100 Prozent des Potenzials abrufen könne, überzeugt Grosjean nicht: "Ich habe gehört, dass in Deutschland und Ungarn noch einmal ein Sprung vom Motor kommen soll. Es können also hier nicht 100 Prozent sein." Um das Top-Speed-Manko zu kompensieren zieht Lotus neue Flügel vorne und hinten aus dem Hut. Und das horizontale Leitblech zwischen den Säbelzähnen verschwindet. Alles ist auf minimalen Abtrieb getrimmt.

Doch der Lotus E22 hat noch ein weiteres Manko. Die schlechte Traktion. "Wir wissen auch nicht genau, was da los ist", wunderte sich Grosjean. "Das war eigentlich immer unsere Stärke. Deshalb sind wir letzte Woche auf den Sieben-Stempel-Fahrwerksprüfstand. Wir haben da etwas gefunden und die Aufhängungen modifiziert." Lotus glaubt, dass die Probleme von den neuen Reifenkonstruktionen und dem Testdefizit im Winter herrühren.

Grosjean setzt sich neue Ziele

Romain Grosjean hat sich mittlerweile damit abgefunden, dass die Saison im Vergleich zu den Vorjahren ein Rückschritt ist. "Nach den Testfahrten und dem GP Australien war ich echt deprimiert. Der Windkanal versprach uns ein Siegerauto, doch die Realität sagte etwas anderes. Ich glaube, dass ich besser fahre als je zuvor, aber ich kann es nicht zeigen."
 
Grosjean ist inzwischen gereift. "Ich habe gelernt, das größere Bild zu sehen, die Situation zu akzeptieren wie sie ist und einfach hart daran zu arbeiten, dass unser Auto besser wird. Mein neues Ziel ist es, das Beste aus der Situation zu machen."

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