Lotus - Formel 1 - GP Italien - Monza - 5. September 2013 ams
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Daniel Ricciardo - Toro Rosso - Formel 1 - GP Italien - Monza - 5. September 2013
Podium - Formel 1 - GP Italien - Monza - 5. September 2013
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Lotus mit zwei unterschiedlichen Autos

Nur Kimi mit langem Radstand

Endlich ist er da, der Lotus mit langem Radstand. Kimi Räikkönen wird das um zehn Zentimeter längere Auto im Freitagstraining testen. Mit der Option, auf den kürzeren Radstand zurückzubauen, sollte es Probleme geben. Romain Grosjean bleibt den Rest des Wochenende im Standardauto.


Es passiert nicht zum ersten Mal in diesem Jahr. Lotus tritt in Monza mit unterschiedlichen Autos an. In Malaysia hatte Kimi Räikkönen einen anderen Frontflügel und modifizierte Leitbleche am Auto. Es gab davon nur ein Exemplar. In Silverstone fuhr Räikkönen exklusiv mit dem passiven DRS. Dafür bekam Romain Grosjean das schlankere Heck.

Auch in Monza gehen die Lotus-Fahrer getrennte Wege. Kimi Räikkönen beginnt das Training mit dem langen Radstand. Die Vorderachse wurde um zehn Zentimeter nach vorne gepfeilt. Grosjean fährt das Standard-Auto.

Lotus kann auf die Kurz-Version zurückbauen

Die Simulationen stellen dem langen Radstand ein gutes Zeugnis aus. Lotus-Ingenieur Alan Permane vertraut auf Räikkönens Routine, das modifizierte Auto auch ohne direkten Vergleich zu beurteilen. "Kimi hat so viel Erfahrung, dass er nicht unbedingt beide Versionen am gleichen Tag gefahren sein muss."

Sollte das Experiment schiefgehen, kann Lotus in der Nacht zum Samstag immer noch auf die alte Version zurückbauen. Der Wechsel von kurz auf lang ist während des Wochenendes nicht möglich. "Das würde zu viel Zeit beanspruchen, weil wir auch am Chassis Veränderungen vornehmen müssen." Das Ersatz-Kit der Vorderradaufhängung und der neuen verlängerten Nase ist also nur als Absicherung dabei.

Mehr Bremsstabilität für Kimi

Die Vorteile eines langen Radstands liegen auf der Hand. Es verlagert mehr Gewicht nach hinten und entlastet die Vorderradaufhängung. Dadurch kann Lotus vorne mit mehr Abtrieb fahren, ohne Angst haben zu müssen, dass die Vorderreifen körnen. Das war bislang eines der größten Probleme des E21. Es lag zu viel Gewicht auf der Vorderachse.

"Wenn der Fahrer das Auto besser in die Kurve bringt, profitiert er auch im Mittelteil der Kurve", erklärt Permane. Und noch etwas bringt die Länge. Das Auto ist stabiler auf der Bremse. In Monza ein großes Thema, weil mit so wenig Abtrieb gefahren wird. "Theoretisch sollten wir davon profitieren, hoffen die Ingenieure. Auch die Aerodynamiker bedanken sich. Sie haben zehn Zentimeter mehr Platz, die Luft zwischen Vorderreifen und Seitenkästen zu beruhigen.

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