Lotus sauer auf Kritiker

"Reifen-Diskussion einfach nur bescheuert"

Kimi Räikkönen - Lotus - Formel 1 - GP Spanien - 11. Mai 2013 Foto: xpb 54 Bilder

Die Reifen waren am Sonntag in Barcelona wieder das große Thema. 81 Boxenstopps waren vielen Fans und auch für Pirelli ein paar zu viel. Nur bei Lotus versteht man die ganze Aufregung nicht. Dort hofft man, dass die Reifen nicht grundlegend geändert werden.

Der Grand Prix von Spanien wurde an der Box entschieden. Fernando Alonso und Kimi Räikkönen gingen am Schonendsten mit ihren Gummis um und schafften das Kunststück am schnellsten langsam zu fahren. Eigentlich hatte man bei Pirelli vor dem Rennen mit drei Stopps gerechnet. Am Ende wurden es bei den meisten Teams vier.

"Das ist manchmal so. Da fängt ein Team mit den Boxenstopps früh an, und dann ziehen alle nach", versuchte sich Pirelli-Sportchef Paul Hembery anschließend an einer Erklärung. "Ich kann die Kritik einiger Fans nachvollziehen. Vier Stopps sind auch für unseren Geschmack etwas zu viel. Wir werden nächste Woche diskutieren, welche Änderungen wir für Silverstone vornehmen."

Lotus mit Reifen zufrieden

Bei Lotus würde man am liebsten gar nichts ändern. Kimi Räikkönen kam mal wieder mit einem Stopp weniger über die Runden und landete am Ende auf Rang zwei. Kein Wunder, dass man die Beschwerden der Konkurrenz über das schwarze Gold nicht mehr hören kann.

"Ich kann schon verstehen, dass jetzt wieder darüber geredet wird. Aber das ist wie beim Fußball - wenn eine Mannschaft immer an den Pfosten schießt, macht man die Tore auch nicht größer. Ich finde die Diskussion einfach nur bescheuert", schimpfte Teambesitzer Gerard Lopez.

Boullier appelliert an andere Teams

Auch Lotus-Teamchef Eric Boullier zeigte sich genervt von der Reifendiskussion. "Die Reifen sind doch für alle gleich. Die kleine Änderung, die es hier in Barcelona gab, sollte eigentlich das eine Team ruhig stellen, das sich am lautesten beschwert hat", so der kleine Seitenhieb gegen Red Bull. Sebastian Vettel verpasste das Podium und klagte anschließend: "Es ist schade, wenn man nicht eine Runde voll fahren kann."

Bei Lotus hofft man, dass Pirelli den Kritikern nicht noch einmal nachgeben wird und wieder neue Reifen entwickelt: "Ich glaube nicht, dass Pirelli irgendetwas ändern wird", so Boullier. "Sie wurden gebeten, Reifen zu bauen, die 20 Runden halten. Das haben sie gemacht. Wenn unser Auto das kann, sollten die anderen Teams hart daran arbeiten, das auch hinzubekommen."

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